Erinnerst du dich noch an das gute alte Gefühl, wenn man sich von mühsam zusammengespartem Geld ein technisches Gerät kaufte, die Schachtel aufriss und wusste: Das Ding gehört jetzt mir?
Vergiss es. Das ist analoge Steinzeit. Jetzt gibt es Apple-Upgrade!
Der kalifornische Apfel-Konzern hat erkannt, dass der größte Feind seiner Milliardengewinne nicht Samsung oder Google ist, sondern das drei Jahre alte iPhone in deiner Hosentasche, das schlicht und einfach immer noch funktioniert. Weil niemand mehr freiwillig ein Vermögen für minimale Prozessor-Updates hinblättert, rollen sie jetzt in den USA das sogenannte Apple Upgrade-Programm aus. Und das ist keine bloße Finanzierung, sondern die Perfektionierung der digitalen Geiselhaft.
Die psychologische Raten-Falle
Das Prinzip ist so simpel wie hinterhältig: Statt schlappe 1.100 Dollar auf einmal hinzulegen, zahlst du monatlich eine überschaubare Kleinstsumme – kaum mehr als ein Streaming-Abo. Plötzlich wirkt das Pro-Modell zum Greifen nah. Doch im Gegensatz zu einer klassischen Ratenzahlung wird das Gerät am Ende der Laufzeit nicht dein Eigentum. Du hast lediglich für die Nutzung bezahlt.
Wenn der Vertrag ausläuft, stehst du vor einer choreografierten Entscheidung: Entweder du zahlst einen Haufen Restgeld nach, du gibst das Gerät ab und stehst mit leeren Händen da – oder du nutzt den bequemsten Weg und gleitest direkt in den nächsten Leasingvertrag über. Der Takt wird nicht mehr von deinem Bedarf bestimmt, sondern vom automatischen Abo-Wecker im Konzern-HQ.
Die unsichtbare Leine im geschlossenen Ökosystem
Das Geniale aus Sicht der Konzern-Buchhalter: Apple hat das Rad mit dem Leasing zwar nicht neu erfunden (Autos oder Gadgets bei Anbietern wie Grover mieten wir schließlich schon länger), aber sie besitzen einen entscheidenden Hebel, von dem andere nur träumen können – das ökologische und digitale Ökosystem.
Deine Fotos liegen in der iCloud, deine Watch ist ans iPhone gekoppelt, die AirPods wechseln nahtlos zum MacBook. Wenn du jetzt unter jedem dieser Geräte einen eigenen Leasingvertrag laufen hast, entsteht ein feinseidenes Netz aus monatlichen Verpflichtungen. Und wehe, du gerätst in finanzielle Schieflage: Technische Möglichkeiten, die Nutzung von Geräten bei Zahlungsverzug per Fernsteuerung einzuschränken, schlummern längst im Code. Wer nicht mehr zahlt, blickt im schlimmsten Fall auf einen teuren Briefbeschwerer. Am Ende bleibt von der Vorfreude auf Technik nur noch die nackte Routine der nächsten Vertragsverlängerung.
Fazit:
Hier haben wir wieder ein Beispiel mehr, wie die Techkonzerne zusammen mit den Politdarstellern Klaus Schwabs Motto: Du wirst nichts mehr besitzen aber dennoch glücklich sein, ungeniert und von hinten herum umsetzten. Stichwort: The Great Reset, der ja nur dumme Verschwörungstheorie ist oder? Die ganzen Leasing-Junkies zucken nur kurz mit der Schulter, weil so lange sie halbwegs verdienen die Maschinerie richtig gut läuft. Doch wer sich so bereitwillig an die digitale Nabelschnur der Konzerne hängen lässt, darf sich nicht wundern, wenn am Ende des Monats nicht nur das Konto leer ist, sondern auch das Gefühl von echter Unabhängigkeit komplett flöten geht.
Wenn dir der Artikel gefallen hat, dir ein Schmunzeln, Kopfschütteln oder einen kleinen Nervenzusammenbruch beschert hat – genau so war’s geplant.
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