In meiner Stadt ging gerade das dreitägige Frequency über die Bühne. Also kollektives Besaufen, Kacken und Speib’n jeden Tag.
Während du früher zu einem Konzert gingst, das erstens leistbar war und zweitens maximal eine Vorband und den Hauptkünstler bot, die dich mit wohlfeiler Musik beglückten, geht die Jugend heute auf Festivals, bei denen in drei Tagen dreihundert Namen statt echter Künstler auftreten. Wo drei Viertel der sogenannten „Künstler“ zu einem Playback und einem 1,71-Gigawatt-Licht- und Lasergewitter, das dir direkt in die Netzhaut gejagt wird, herumhüpfen und ihre stumpfsinnigen Texte rausplärren oder rappen.
Statt wohlfeiler Musik erklärt dir dann einer dieser „Namen“ den Unterschied zwischen Flirten und echtem Sex inklusive Anal und so. Die weichgesoffene Crowd applaudiert und grölt dazu, als hätte die Oberlehrer-Tussi auf der Bühne gerade Freibier für alle verkündet. Kannst du dir alles nicht mehr ausdenken.
Um in der Sprache der Jungen zu sprechen: Ihr seid alle so lost und merkt es nicht…
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