Wenn der Apparat seine eigene Bedienungsanleitung vergisst

Das Gespräch zwischen Ben Berndt und Salim Samatou ist kein gemütliches Podcast-Kaffeekränzchen zwischen Oma und Tante Erni. 

Das ist eine gepflegte Autopsie am offenen Pseudo- Demokratie-Kadaver – nur mit Comedy als Betäubungsmittel, damit der Patient nicht merkt, dass er längst auf dem scheiß Tisch liegt.

Der Kern ist brutal simpel:

Demokratie stirbt und starb eigentlich nie mit Fackelmarsch, Glazen, Springerstiefel und Filmmusik. Sie stirbt wie eh und je mit Pressekonferenz, Haltungsfloskel und dem Satz:

„Wir müssen unsere Demokratie vor ihren Feinden schützen.“

Das Playbook ist uralt

Presse kontrollieren. Opposition markieren. Justiz politisch einfärben. Meinungsfreiheit zur Gnade des Apparats umbauen.

Und während historische Originalquellen aus der phösen Zeit von damals ziemlich offen belegen, wie solche Mechanismen funktionieren, machen die aktuellen Machthaber in Deutschland 2026 wieder exakt das, wovor sie angeblich seit 80 Jahren warnen.

Nur diesmal nicht mit Stiefeln. Sondern mit Klemmbrett, NGO-Förderung, selbsternannten Faktencheck und moralisch feuchter, gendergerechter Aussprache.

Meinungsfreiheit Deluxe

Sie behaupten: Du darfst in Deutschland natürlich alles sagen.

Nur nicht öffentlich. Oder beruflich. Oder auf Plattformen. Oder im falschen Ton. Und natürlich nicht ohne vorher ein verdammtes Distanzierungsritual abzufeuern, in dem du das nachher Gesagte schon vorher bedauerst…

Und natürlich nur, wenn irgendein Haltungsbeamter danach direkt den digitalen Scheiterhaufen für dich reserviert.

Willkommen in der Demokratie-Simulation.

Wenn der Apparat zensiert → Schutz vor Desinformation.

Wenn der Bürger widerspricht → Angriff auf unsere Demokratie.

Wenn Medien Regierungssprech wiederkäuen → Qualitätsjournalismus.

Wenn freie Stimmen Fragen stellen → rächzzz-rächte Radikalisierung.

Das ist kein Diskurs mehr. Das ist Gaslighting mit dem scheiß Bundesadler.

Der schönste Mechanismus

Einer der stärksten Punkte aus dem Gespräch:

Die Macht wirft ihren Gegnern immer genau das vor, was sie selbst tut.

Sie spaltet – und nennt dich Spalter.

Sie zensiert – und nennt dich Gefahr für ihre Demokartie.

Sie bricht Wahlversprechen – und nennt es Verantwortung übernehmen.

Sie zerstört Vertrauen – und nennt es Schutz unserer Demokratie.

Der Angegriffene muss sich dann erst mal rechtfertigen, während der Apparat schon die nächste Keule aus dem Schrank holt.

Das ist keine demokratische Debatte mehr. Das ist psychologische Kriegsführung für naive Tagesschau-Zuschauer.

Deutschland als Selbstverbrennungsofen

Dann der wirtschaftliche Teil: Nord Stream, Energie, Industrie.

Deutschland hatte über Jahrzehnte einen entscheidenden Standortvorteil: günstige Energie. Nicht als nettes Extra, sondern als Herz-Kreislaufsystem eines strammen Bodybuilders für Chemie, Maschinenbau, Pharma, Mittelstand und die ganzen Hidden Champions, die diesen mühsam aufgebauten Laden am Laufen gehalten haben.

Dann kommt die politische Abrisskolonne im links-grünen Pride-Mäntelchen, sägt an der Hauptleitung und verkauft den industriellen Aderlass als moralisches Wellnessprogramm.

Günstiges Pipeline-Gas schlecht. Teures Fracking-LNG über den halben Planeten geschippert gut. Industrie wandert ab. Steuern steigen. Schulden explodieren. Brücken gammeln. Aber Hauptsache, irgendein grüner Pressesprecher nennt den Trümmerhaufen „Transformation“.

Das ist kein Wirtschaftsmodell. Das ist maximale Selbstzerstörung, ausgeführt von einer geisteskranken, ideologisch verstrahlten Bessermenschen-Politkaste und ihre Fanboys auf LinkedIn.

Der Staat als kaputter Getränkeautomat

Der Vergleich mit der Schweiz trifft genau ins Mark.

Dort funktioniert der Staat offenbar noch wie ein Staat. 

Bei uns funktioniert der sogenannte “Staat” wie ein kaputter Getränkeautomat: Er frisst dein Geld, beleidigt dich und gründet danach mit deinem Geld einen Arbeitskreis gegen Automatenfeindlichkeit.

Deutschland nimmt Rekordsteuern ein und braucht trotzdem immer neue Schulden, um die Infrastruktur nicht endgültig in den Aggregatzustand „Erinnerung“ zu überführen.

Eine Billion Einnahmen – und trotzdem nur überall Löscher in der Kassen, wenn es um Dinge für dich und mich geht.

Da braucht man kein BWL-Studium. Es reicht, einen fucking Taschenrechner bedienen zu können.

Migration, Pass und Sozialstaat

Auch stark im Gespräch: der komplette Umbau des Staatsbürger-Prinzips.

Früher musste man als Einwanderer nachweisen, dass man arbeiten, sich integrieren und dem System nicht sofort auf der Tasche liegen will.

Heute wirkt es eher wie:

Kommen Sie rein. Bürgergeld links. Pass rechts. Deutschkenntnisse bitte irgendwann vielleicht nachreichen, falls es Ihnen emotional zumutbar ist. Wir haben Verständnis, wenn das nie passieren wird, weil zahlen tut eh eine seit 80 Jahren gelähmte, im Schuldmasochismus verharrende und auf Duckmäusertum dressierte alles abnickende Masse.

Wer das komisch findet und hinterfragt, ist natürlich herzlos. Wer es bezahlt, soll gefälligst nur zahlen und die Fresse halten. Wer politisch davon profitiert, nennt es natürlich maximale Menschlichkeit und Solidarität.

Komisch nur, dass diese Menschlichkeit und Solidarität immer nur mit fremdem Geld stattfindet.

Humor als letzte Waffe

Der vielleicht wichtigste Punkt: Humor ist inzwischen fast die letzte Form geistiger Selbstverteidigung in diesem hausgemachten Irrenhaus.

Der Apparat kann Aktenzeichen. Er kann Framing. Er kann Distanzierungsforderungen. Er kann Talkshow-Moralpanik. Er kann „Das darf man so nicht sagen“.

Aber wenn einer lacht oder/und , einfach die Maschine nüchtern beschreibt, kriegt das System plötzlich Schluckauf der schnell zur Schnappatmung mutiert, wie der aktuelle Fall von Ben ungeskripted und Uwe Boll’s Film zeigt.

Darum sind natürlich Leute wie Ben und Salim hier im Interview gefährlich. Nicht, weil sie unfehlbar sind. Sondern, weil sie normal und vor allem Tacheles reden. Ohne selbst übergestülptes Gesprächskondom. Und ohne Haltungs-Gleitgel. Ohne diesen erbärmlichen Vorab-Kniefall: „Ich möchte natürlich nichts verharmlosen, aber …“

Dieses permanente Sicherheitsgelaber ist die akustische Fußfessel einer Gesellschaft, die sich selbst beim Denken überwacht.

Und Uwe Boll in zeigt in Citizen Vigilante unverblümt was sonst nur wenn überhaupt, kleingedruckt in der Journaille mit tausend Ausreden reaktiviert und verharmlost, ja sogar als neue Normalität verkauft wird. 

In Uwes Film ist das simple Rezept dagegen: Du bist eine Krankheit und ich die Medizin! Punkt!

Fazit

Am Ende bleibt von diesem ganzen Kaspertheater wieder nur dieselbe alte Erkenntnis übrig:

Die Regierenden bauen vor unseren Augen die Spielregeln um, nennen den Umbau „Schutz unserer Demokratie“ und erwarten vom Bürger, dass er dabei brav klatscht, während ihm Meinung, Geld, Industrie, Zukunft und gesunder Menschenverstand scheibchenweise weggenommen wird.

Sie predigen Geschichte, aber fürchten Originalquellen.

Sie palavern von Freiheit, aber nur, solange niemand sie wirklich benutzt.

Sie reden von Verantwortung, während sie das Land ganz entspannt und ungeniert gegen die Wand fahren. Und wenn der Bürger fragt, ob die vielleicht alle besoffen sind, wird er von oben herab zum Demokratiefeind erklärt.

Das ist der eigentliche Witz an diesem Irrenhaus:

Diejenigen, die uns täglich vor der Rückkehr des Autoritären warnen, stehen selbst im Dauerbeschuss und Diffamierung – nicht nur durch Staatsmänner, sondern immer öfter auch durch die selbsternannten Moral- und Sittenwächter, die zurzeit überall freiwillig die Bücklinge des Systems mimen.

Aber keine Sorge.

Der Käfig ist nicht enger geworden. Er wurde nur demokratisch nachjustiert, moralisch lackiert und mit einem Faktencheck-Siegel versehen.

Und wenn sogar ein Migrant, dem dieser ganze deutsche Schuld- und Duckmäuserzirkus nicht seit der Grundschule mit dem Vorschlaghammer in die Amygdala geprügelt wurde, die Zusammenhänge klarer erkennt und beim Namen nennt als der durchschnittliche Tagesschau-Betreute, dann muss man sich schon fragen:

Was genau ist mit dem Rest der Bevölkerung eigentlich los?

Ist die geistige Verblutung schon im Endstadium? Oder ist es einfach zu angenehm geworden, auf ganz kleinen Eiern durch diesen verlogenen Scheißhaufen- System zu rollen, solange man dabei noch mit moralisch aufgeblasenen Buzzwords um sich werfen darf?

Hauptsache Haltung. Rückgrat war ja gestern.


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Tom Weber

Tom Weber – Beruf: Störenfried. Diagnose: chronisch allergisch gegen Heuchelei, Doppelmoral und staatlich geprüften Schwachsinn. Schreibt auf dem Strafplaneten über alles, was im offiziellen Irrenhaus als „normal“ gilt – und daher dringend untersucht werden muss

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1 Comment

  • Migrant schockiert- Ihr kapiert garnichts

    Ich kann schon diese Headline nicht leiden und halte Salim Salimatou schlicht für überbewertet!

    Es ist inzwischen symptomatisch, dass ja wir uns jetzt auch noch von Migranten vorführen lassen sollen!

    Ich persönlich reihe mich null in die verblödete Masse, die auch in anderen Ländern existiert, ein!

    Leute wie Salim Salimatou, B- Lash , Tariq Hübsch, die es sich in ihrer Migrationsblase bequem gemacht haben, werden für meinen Geschmack unangemessen gehypt!

    Da stößt man dann auf religiöse Tabus und ist bisweilen auf einem Auge blind, dass genau diese Art von Migration immense Probleme mit sich gebracht hat und weitere unschöne Blüten treibt!

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