Man muss sich das einmal auf der Zunge zergehen lassen:
Die selbsternannten Klimaretter dieser Erde fliegen in Privatjets in den Amazonas, lassen für ihre Konferenz eine Schneise durch den Regenwald schlagen, bauen Hotels im Sumpf – und weil’s nicht reicht, chartern sie Kreuzfahrtschiffe.
Die COP 30 in Belém wird zur Parodie ihrer eigenen Predigt.
Eine Straße durch den Dschungel für den Klimaschutz, Dieselgeneratoren für die Zelte der NGOs, klimatisierte Lounges auf Ozeanriesen – und über allem der moralische Weihrauch des „nachhaltigsten Gipfels aller Zeiten“.
Der Präsident verspricht „Investitionen in Nachhaltigkeit“, während Bagger und Ölbohrinseln schon warmlaufen.
Die Delegierten posten Selfies vom Buffet, während sie über den CO₂-Fußabdruck der Mittelschicht schwadronieren.
Und irgendwo im Hintergrund rechnet ein PR-Berater aus, wie man das alles in die Schlagzeile „Brasilien zeigt Führungsstärke beim Klimaschutz“ verpackt.
Die Realität?
50 000 Teilnehmer, zwei Kreuzfahrtschiffe, 30 Bauprojekte, eine Schneise im Regenwald – aber Hauptsache, der Bürger daheim zahlt bald wieder mehr CO₂-Steuer, weil er den falschen Motor fährt.
Vielleicht wäre der ehrlichste Titel für diesen Gipfel:
„Weltrettung – All Inclusive, aber nur für Auserwählte“
Oder, um es in einer Frage zuzuspitzen:
Wie viel Heuchelei verträgt eigentlich noch die Atmosphäre, bevor sie endgültig implodiert?




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