Die Wirtschaftskammer erhöht ihre Gehälter um 4,2 Prozent – mitten in einer Zeit, in der unzählige Betriebe kämpfen, Leute abbauen oder schlicht zusperren.
Begründung: eine Formel, die Inflation und Tariflohnindex berücksichtigt. Klingt nach Mathematik – ist aber in Wahrheit nur die höfliche Umschreibung für Selbsterhaltung in Reinform.
Und das Beste: Applaus kommt von der Gewerkschaft.
Der eine Parasit klatscht dem anderen – beide nähren sich vom Zwangsbeitrag derer, die das System überhaupt noch tragen.
Während Unternehmerinnen, Handwerker und Selbstständige Monat für Monat Kammerumlagen zahlen, die kaum einer freiwillig überweisen würde, wird dort gefeiert, wie man sich selbst „gegen Kaufkraftverlust“ schützt.
Das ist der österreichische Wirtschaftskosmos in Reinform:
Die Kammer verkauft sich als „Rückgrat der Wirtschaft“.
Die Gewerkschaft als „Stimme der Arbeitnehmer“.
In Wahrheit verteidigen beide nur ihr Biotop – ein geschütztes Ökosystem aus Sitzungsgeldern, Reformankündigungen und moralischem Eigenlob.
Der Rest des Landes darf zusehen, wie die Schere zwischen Realität und Funktionärswelt immer weiter aufgeht.
Und man fragt sich:
Wie lange noch, bis jemand merkt, dass wir uns nicht in einer Sozialpartnerschaft befinden – sondern in einem Parasitenverbund mit eigener PR-Abteilung?
Quelle: https://www.leadersnet.at/news/94469,gehaltserhoehung-in-der-wkoe-sorgt-fuer-harsche-kritik.html




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