Sie sind rollende bling bling PC’s mit Fake Ausstattung zum Premiumpreis
Früher Auto. Heute Erziehungsmaßnahme.
Früher hast du dir ein Auto gekauft und wusstest:
Das Ding fährt, lenkt, bremst – und hält dich im Idealfall am Leben.
Heute kaufst du ein pädagogisches Experiment, das dich umerziehen will, während es dir mindestens 80.000 Euro aus der Tasche saugt.
Der Motor lügt wie ein schlecht bezahlter Schauspieler
Der Motor klingt nicht mehr – er lügt.
Da brüllt dir ein Lautsprecher einen Sechszylinder ins Ohr, während vorne ein unterernährter Vierzylinder röchelt wie ein Asthmatiker im Hochgebirge.
Das ist kein Sounddesign.
Das ist wie ein Playbackauftritt einer Schlagercombo beim Dorffest – nur dass du dafür einen scheiß Kredit aufgenommen hast.
Fake-Auspuff: Goldkette für Autos
Hinten glänzt der Auspuff wie die Goldkette eines Proletenrappers.
Vier dicke Chromrohre, tief gezogen, aggressiv – alles Fake, genau wie der Rapper.
Der echte Auslass hängt darunter wie das mikrige Würstchen eines pubertierenden Teenagers, das er lieber nicht herzeigt.
Das ist automobiles Cosplay: außen Muskelshirt, innen Lauch.
Klavierlack – der Kratzmagnet aus der Hölle
Und dann steigst du ein – und rutschst direkt auf Klavierlack aus der Hölle.
Schwarz. Glänzend. Kratzempfindlich wie das Ego eines Diversity-Managers.
Ein Fingerabdruck, und das Ding sieht aus, als hätte ein Waschbär mit Schleifpapier darin gewohnt.
Die Hersteller wissen das.
Sie wissen, dass dein Fingernagel härter ist als dieses sogenannte „Premium“-Fake-Material.
Aber sie bauen es trotzdem ein, weil es auf Pressefotos geil aussieht und in der Herstellung weniger kostet als eine warme Leberkässemmel ohne Gurkerl.
Bedienung aus der Irrenanstalt
Bedienung?
Vergiss Knöpfe. Knöpfe sind nur was für echte Menschen.
Jetzt, bekommst du kapazitive Flächen, für den Komfortdummkopf unserer Zeit, die reagieren wie ein pubertierender Teenager: manchmal gar nicht, manchmal völlig über – dafür bekommst du nach 3 Monaten Gürtelrose gratis, weil dein eh schon feingestricktes Nervenkostüm seit der Wagenübergabe auf Notbetrieb läuft und die Scheißkarre seit Tag eins aktiv gegen dich arbeitet.
Du willst leiser drehen – das Auto ruft stattdessen deine schon verstorbene Oma an.
Du willst blinken – plötzlich heizt sich das Lenkrad auf 65 Grad auf, weil warum auch nicht. Schließlich hast du es gekauft, weil du es warm haben wolltest.
Ja eh – bei minus 25 Grad, nicht bei plus 35.
Bedienung mit Handschuhen? Haha, träum weiter.
Mit nassen Fingern? Jessa Maria – Gott beschütze dich.
Das ist kein Cockpit mehr.
Das ist ein digitaler Escape Room mit Fake-Leder-(nennt sich jetzt veganes Leder) Geruch.
PS: Und das zerbröselt dir genauso nach ein paar Jahren wie deine Ledercouch zu Hause, die sie dir vor 5 Jahren als echte Ledercouch, zu astronomischen Preisen verkauft haben.
Türgriffe, die dich aussperren wie ein beleidigter Ex
Und als ob das nicht reicht, fangen die Karren jetzt auch noch an, gegen dich zu kämpfen. Statt klassischen Türgriffen wie früher
Elektronische Türgriffe, die ausfahren, einfrieren, verrecken.
Autos, die dich bei minus fünf Grad aussperren wie ein beleidigter Ex-Partnerin, nachdem sie dich beim “Schnaxl’n” mit der Nachbarin erwischt hat.
Ersthelfer, die nach einem Unfall vor verschlossenen Türen stehen, während innen jemand bewusstlos liegt, aber hey: Die Seitenlinie ist schön clean und der Luftwiderstand um mächtige 0,003 % besser.
Dein Leben war für die Entwickler offenbar aerodynamisch entbehrlich.
Start-Stopp – der maschinelle Mittelfinger
Dann das Start-Stopp-System – der maschinelle Mittelfinger.
Motor aus.
Motor an.
Motor aus.
Motor an.
Bei jeder verdammten Kreuzung.
Anlasser, Batterie und Schwungrad werden systematisch zu Tode gevögelt, damit irgendwo ein Excel-Sheet eines Senior Vice President Future Mobility & Sustainability Enablement feucht wird.
Du sparst Sprit im Wert eines Kaugummis und zahlst später vierstellig für die anstehenden Reparaturen. Es gibt eh einen Schalter dafür. Ja eh aber den kannst du jedes Mal irgendwo suchen wie die Eier zu Ostern, in Omas verwildertem Garten.
Das nennt sich Nachhaltigkeit nicht für dich, sondern ausschließlich für die Aktionäre.
Verzeihung, ich meinte natürlich: für die Value-Aligned Capital Stakeholder im langfristigen Shareholder-Return-Ecosystem.
Das ist alles Absicht
Und jetzt der wichtigste Punkt, damit wir uns nicht falsch verstehen:
Das alles sind keine zufälligen Fehler, oder „Kinderkrankheiten“.
Oder unglücklichen Designentscheidungen.
Das ist volle Absicht.
Man hält dich für dumm genug, lauter Fake zu kaufen.
Für brav genug, es zu still zu akzeptieren.
Für angepasst genug, es dir bis zum Motorexitus bei 60.001 km
oder einen Tag nach Ablauf der Herstellergarantie schönzureden.
Autos heute sind gebaut für selbstgefällige Marketingabteilungen
(neudeutsch: Brand- & Experience-Enablement-Abteilungen),
gelangweilte Premium-Leasing-Stakeholder mit Abo-Mentalität
und Leute, die ihr Leben lieber im UX-optimierten Fahrzeug-Konfigurator mit Purpose-Slider verbringen.
Nicht für Fahrer, oder für Menschen, oder für jemanden mit Restwürde.
Warum ältere Autos plötzlich Gold wert sind
Deshalb explodieren ältere Autos gerade im Wert.
Deshalb werden Karren vor 2015 gehortet wie Dosenravioli vor einem Blackout.
Oder wir erinnern uns: Klopapier vor der nächsten Plandemie.
Deshalb entstehen gerade Werkstätten, die neue Autos absichtlich zurückbauen,
damit sie wieder benutzbar sind.
Fazit: Wir wollen Maschinen, keine Moralpredigten
Die Botschaft ist so simpel, dass sie wehtut:
Wir wollen keine scheiß, auf Bling Bling getrimmte Attrappen.
Keinen Fake-Sound.
Kein billiges Plastik auf Premium-Preisniveau.
Keine fummeligen Touchflächen aus der Irrenanstalt.
Wir wollen Autos, die fahren, nicht Autos, die uns erklären wollen, wie wir zu leben haben.
Baut wieder ordentliche, vor allem langlebige Fahrmaschinen,
die uns anzecken und geil aufs Autofahren machen.
Oder behaltet euren überteuerten Fake-Hochglanz-Müll
(strategisch positioniert als Emotional Mobility Experience).
Denn das hier ist kein Fortschritt, sondern eine maximale Beleidigung unseres Intellekts.
Wenn dir der Artikel gefallen hat, dir ein Schmunzeln, Kopfschütteln oder einen kleinen Nervenzusammenbruch beschert hat – genau so war’s geplant.
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