Österreich hat wieder ein Stück Souveränität erlangt – zumindest auf dem Papier. Christoph Dichand darf die Funke-Anteile an der Krone übernehmen. Die BWB nickt den Deal ab, der Kartellanwalt winkt freundlich durch, und schon steht der alte Turm der Meinungshoheit wieder in voller Pracht da: 100 % Dichand, 0 % deutsche Einmischung.
Man verkauft das als „freundliche Rückführung“, als Neuanfang, als patriotischen Akt. In Wahrheit ist es das alte Spiel mit neuem Etikett: dieselbe Redaktion, dieselbe Tonalität, dieselben politischen Reflexe – nur jetzt ohne Miteigentümer, die hin und wieder „Unabhängigkeit“ buchstabieren wollten.
Die „Krone“ bleibt, was sie immer war: das Stimmungsbarometer eines Landes, das lieber geführt als informiert wird. Also die Klassische Denkvorlage, des an Wohlstandsverwahrlosung erkrankten Pöbel.
Dass die Wettbewerbsbehörde diese Konzentration der publizistischen Macht nicht einmal prüft, zeigt, wie eng Medien, Politik und Wirtschaft mittlerweile ineinandergreifen. Man nennt das hierzulande Standortpolitik – in anderen Ländern würde man es schlicht Mafia-Kartell nennen.
Und das Publikum? Es wird sich beruhigt fühlen, weil alles „wieder österreichisch“ ist. Als wäre nationale Eigentümerschaft schon ein Garant für Aufrichtigkeit. In Wahrheit wird die Denkblase nur homogener, die Schlagzeilen noch glatter, und der Raum für Widerspruch noch enger.
Die „Krone“ steht wieder ganz unter heimischer Regie.
Nur die Frage bleibt:
Wer dirigiert jetzt wirklich – der Eigentümer, die Regierung oder das Inseratenkonto?
Quelle: https://www.leadersnet.at/news/94460,christoph-dichand-darf-die-funke-anteile-an-der-krone.html




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