Es gibt kognitive Dissonanz, es gibt Management-Versagen – und dann gibt es die Führungsetage von BMW. Dort, im ikonischen Vierzylinder am Münchner Olympiapark, hat man die bodenständige Kundenorientierung offenbar zusammen mit dem Ölmessstab auf dem Schrottplatz der Automobilgeschichte entsorgt. Was dort gerade unter dem Deckmantel der „E-Mobilitäts-Transformation“ und radikalen Umstrukturierung abläuft, ist kein kaufmännischer Strategiewechsel mehr. Es ist betreutes Konzern-Sterben auf Vorstandsgehalt-Niveau.
1. Die nackte Zahlen-Erektion: Während die Hütte brennt, wird der Spargürtel vergoldet
Schauen wir uns das Elend auf der Bilanz an: Im ersten Halbjahr 2025 lag die operative Marge (EBIT) der Autosparte noch bei brauchbaren 6,2 %. Ein Jahr später? Mickrige 3,6 %. Von jedem Hunderter, den der Kunde für die überteuerten Karren abdrückt, bleiben mickrige 3,60 Euro Gewinn übrig. Der einstige Profit-Motor China brennt lichterloh und sackt um über ein Fünftel weg.
Und was macht die hehre Führung um Milan Nedeljkovic? Prognosen abgeben? „Können wir nicht, da sind wir zurückhaltend.“ Übersetzt aus dem Berater-Chinesisch: Wir segeln ohne Kompass mitten in den Orkan, aber das Catering in der Executive Lounge schmeckt hervorragend.
Damit die Aktionäre nicht sofort die Mistgabeln herausholen, wird die „Deutschlandwette“ ausgerufen. Klingt patriotisch, heißt auf Deutsch aber nur: Wir schmeißen 8.000 Mitarbeiter in Verwaltung und Entwicklung raus. Und weil Sparen bei deutschen Konzerngiganten traditionell richtig Asche kostet, stellt man dafür erst mal eine Milliarde Euro für Abfindungen zurück. Richtig gelesen: Man versenkt ein Vermögen, um den eigenen Denkapparat plattzumachen!
2. Die Realitätsverweigerung auf Werksebene: Regensburg glüht, München baut Geister-Stromer
Dass im Vorstand die Gehirnströme bereits flachlinig verlaufen, beweist der Blick in die Hallen. In Regensburg weiß man vor lauter Arbeit nicht mehr, wo man anfangen soll. Warum? Weil dort im Dreischichtbetrieb die gefragten Verbrenner- und Hybrid-Modelle (X1 und X2) vom Band purzeln. Die Hütte brennt vor Aufträgen, die Kasse klingelt, die Kunden wollen den Scheiß tatsächlich kaufen!
Die Antwort der Münchner Führungselite auf diese glasklare Markt-Watschn? „Geil, wir rüsten das Stammwerk München ab 2027 auf 100 % Elektro um!“
Man ignoriert eiskalt die Realität und betet stur den heiligen Gral der E-Gurken an. Den klassischen 3er-Verbrenner lässt man krampfhaft noch in Dingolfing laufen – nicht etwa aus Einsicht, sondern weil das Management ganz genau weiß: Wenn der 3er-Verbrenner stirbt, ist am nächsten Tag der Ofen komplett aus und die Bilanz implodiert vollends. Das ist kognitive Dissonanz im absoluten Endstadium.
3. Das Agenturmodell: Wenn Preiserpressung auf IT-Schrott trifft
Weil der Kunde aber immer noch die Frechheit besitzt, nicht freiwillig in die hässlichen, fahrenden Plastik-Computer zu steigen, zieht man jetzt die Daumenschrauben an. Ab 2028 führt BMW das sogenannte Agenturmodell ein.
Das Prinzip ist so simpel wie dreist: Der Autohändler wird vom selbstständigen Kaufmann zum saftlosen Provisions-Knecht degradiert. Er darf das Auto nicht mehr auf eigene Rechnung verkaufen und keine Rabatte mehr geben. Die Preise diktiert künftig zentral der Münchner Elfenbeinturm.
Die Logik dahinter hat man sich offensichtlich bei Energiekonzernen und Diktaturen abgeschaut: Wir streichen alle Rabatte, diktieren Wucherpreise für unsere Plastikbomber und der Kunde hat gefälligst zu schlucken, was auf den Tisch kommt!
Dass dieses System ein Rohrkrepierer mit Anlauf ist, hat das Versuchskaninchen MINI bereits eindrucksvoll bewiesen:
- Die IT-Systeme kackten bei der Umstellung komplett ab (hunderte Fehlermeldungen pro Tag).
- Der weltweite MINI-Absatz brach mal eben um 17 % ein.
Reaktion von BMW? Augen zu, durchatmen und die Einführung bei der Kernmarke einfach ein paar Mal nach hinten verschieben. Wenn die Klippe näher kommt, läuft man halt etwas langsamer drauf zu.
4. Wer kauft den Schrott eigentlich noch?
Machen wir uns nix vor: Die Karren sind heute schon so geisteskrank teuer, dass sie privat fast nur noch von Pensionisten gekauft werden, die noch echtes Geld auf der Kante haben – und genau die wollen ihren ehrlichen Verbrenner zurück. Der Rest sind Leasing-Flotten für Firmenvertreter, die den 3er als Dienstwagen schätzen. (Und nein die vielen anderen 3er-BMW die wir auf den Straßen sehe und die von der Araber Fraktion gelenkt werden sind alle Gebrauchte.)
Wenn BMW jetzt den Privatkunden jeglichen Rabatt-Ausweg sperrt, das Interieur mit billigstem Recycling-Plastik voll klatscht, das Marken-Gesicht zu einer glattgebügelten Biber-Niere entstellt und den Verbrenner streicht, passiert genau eines: Der Kunde scheißt auf BMW und geht zur Konkurrenz oder direkt zu den Chinesen.
Fazit
Bei BMW sitzen keine kaufmännischen Strategen mehr am Steuer. Dort sitzen geldgeile, ideologisch verblendete Folien-Anbeter, die noch nie im Leben einen Kunden überzeugen mussten. Wenn das so weitergeht, braucht man keine zwei Jahre mehr auf die Pleite zu warten – dann wird der bayerische Traditionskonzern von den Chinesen zum Schleuderpreis geschnupft und übernommen.
Und das Beste daran? Die Herren Vorstände mit ihren Millionen-Abfindungen werden dann vor den Kameras stehen, blöd aus der Wäsche schauen und beteuern: „Das konnte ja wirklich niemand kommen sehen.“
Holt schon mal das Popcorn raus. Das Schauspiel hat erst angefangen.
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