Brief an eine muslimische Botschaft: Einwanderung, Kulturkampf und ein paar „kleine“ Ansprüche

Liebe Muslime,

meine Familie und ich haben beschlossen, in ein muslimisches Land umzuziehen. Wir haben uns zwar noch nicht entschieden, wo, aber wir erwarten, dass man uns bei der Ankunft sofort mit offenen Armen, roten Teppichen und schlüsselfertigen Luxusvillen empfängt.

Natürlich möchten auch all unsere Nachbarn, deren Nachbarn, Freunde, Verwandte und gefühlt das halbe Heimatdorf mitkommen.

Kurz gesagt: Schon bald wird ein beachtlicher Teil unseres Landes bei Ihnen einfallen, und wir möchten vorab klären, ob unsere schier endlosen Ansprüche auch gebührend respektiert werden.

Da wir eine extrem anspruchsvolle christliche Gemeinde sind, erwarten wir von Ihnen eine lückenlose Anpassung an unsere Lebensweise. Daher bitten wir Sie, umgehend mit dem Abriss ststörender Gebäude zu beginnen, um Platz für riesige Kirchen inklusive extragroßer, tonnenschwerer Glocken zu machen. Wir benötigen außerdem das uneingeschränkte Recht, regelmäßig und ohne Vorwarnung Straßen für unsere Prozessionen zu sperren; im Gegensatz zu Ihnen verlangen wir das zwar nicht fünfmal täglich, dafür aber mit maximaler akustischer Belästigung für die Anwohner.

Jeder Supermarkt, Kiosk und Tankstellenshop muss zwingend eine gigantische Abteilung für Schweinefleisch, Schinken, fetten Braten und sämtliche Alkoholika einrichten. Rücksicht auf Ihre religiösen Gebote ist dabei natürlich ausgeschlossen, denn unsere Essgewohnheiten sind unantastbar.

Wir sind zwar in der Minderheit, verhalten uns aber so, als gehöre uns das Land, weshalb wir keinerlei Geduld oder Kompromissbereitschaft mitbringen.

Wir müssen selbstverständlich mit unseren Hunden Gassi gehen. Es ist also völlig normal, dass unsere Vierbeiner ihre Hinterlassenschaften auf Ihren Straßen und Fußwegen verteilen. Wir erwarten zudem, dass Sie sofort aufwendige, steuerfinanzierte Spiel- und Freilaufflächen für unsere Tiere aus dem Boden stampfen.

Ihre lokalen religiösen Feiertage sind ohnehin völlig übertrieben und stören nur unseren Rhythmus; diese sollten Sie am besten drastisch einschränken, da sie unsere christlich-kulturelle Identität verärgern könnten.

In sämtlichen Schulen und Kindergärten müssen unsere Kinder künftig demonstrativ riesige Kruzifixe tragen und in jeder Pause demonstrativ Schinkenbrote verzehren. Wer das kritisiert, wird umgehend der Intoleranz bezichtigt.

Wir bitten Sie außerdem, in jedem Wohnhaus und Behördengebäude umgehend christliche Gebetsräume einzurichten und rund um die Uhr Dolmetscher bereitzustellen, da es uns im Traum nicht einfallen wird, auch nur ein einziges Wort Arabisch zu lernen.

Wenn unsere feiernden Jugendlichen im Freudentaumel Ihre Nationalflagge verbrennen, weil unsere Fußballnationalmannschaft mal wieder gewonnen hat, erwarten wir absolute Nachsicht und Verständnis; wir werden den Übeltätern zur Strafe ein einziges Mal ein halbherziges „Tut uns leid“ aufschreiben lassen.

Sie werden uns sicher verzeihen, dass wir pausenlos Alkohol trinken, laute Feste feiern und es im Sommer unerträglich heiß ist. Wir drängen uns massenhaft an die Strände, und unsere Frauen werden sich dort selbstverständlich oben ohne präsentieren – schließlich ist das unsere Kultur, und Ihre Sitten haben sich gefälligst anzupassen.

Zu guter Letzt benötigen wir eine lebenslange, rundum sorglose Vollfinanzierung inklusive üppigem Wohnraum, damit wir ohne auch nur einen Tag zu arbeiten von Ihrem Sozialsystem leben und diesen Anspruch direkt an die nächsten drei Generationen vererben können.

Wir erwarten, dass Sie all das widerspruchslos und dankbar umsetzen, und wünschen Ihnen trotz allem einen wunderschönen Tag.


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Tom Weber

Tom Weber – Beruf: Störenfried. Diagnose: chronisch allergisch gegen Heuchelei, Doppelmoral und staatlich geprüften Schwachsinn. Schreibt auf dem Strafplaneten über alles, was im offiziellen Irrenhaus als „normal“ gilt – und daher dringend untersucht werden muss

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