Der feministische Schuldkult auf Abwegen: Wenn Mörderinnen zu Heldinnen stilisiert werden

Man reibt sich ungläubig die Augen und fragt sich, ob der gesellschaftliche Kompass endgültig im Magnetfeld eines kollektiven Wahns verglüht ist. Während im US-Bundesstaat Massachusetts der Gerichtssaal über das Schicksal von Lindsay Clancy verhandelt wird – jener Frau, die im Januar 2023 ihre drei kleinen Kinder im Keller erdrosselte –, läuft im digitalen Irrenhaus von TikTok eine Social-Media-Maschinerie an, die jegliche Definition von menschlichem Anstand sprengt.

Zehntausende Frauen, ausgestattet mit der unbeirrbaren Selbstgerechtigkeit des modernen Feminismus, haben eine gigantische Solidaritäts- und Spendenwelle für die Dreifachmörderin losgetreten. Unter dem zynischen Motto „Same, Lindsay“ posten Mütter massenhaft Videos von sich, wie sie weinend ihre eigenen Kinder in die Kamera halten. Die Botschaft dahinter? Man fühlt sich vom Muttersein überfordert, leidet ja genauso und erklärt die Täterin mal eben zum eigentlichen Opfer.

Da werden Spenden im Wert von fast einer Million Dollar eingesammelt, hunderte Jüngerinnen pilgern in Rosa gekleidet zum Gerichtsgebäude, und in den Kommentarspalten treibt die ideologische Realitätsverweigerung wilde Blüten. Weil das Narrativ vom bösen, unterdrückenden Patriarchat um jeden Preis aufrechterhalten werden muss, wird kurzerhand der völlig am Boden zerstörte Vater zum Täter umgedeutet. Schließlich kann und darf nicht sein, was nicht ins weltfremde Dogma passt: Dass eine Frau, der dank Homeoffice-Ehemann, Eltern vor Ort und regelmäßiger Nanny keineswegs die Last der Welt allein auf den Schultern lastete, eine solche Tat aus freien Stücken begeht.

Wenn der moderne Feminismus so weit mutiert ist, dass der Schutz von Kindern vor purer Gewalt und Verachtung dem Opferstatus von Mörderinnen geopfert wird, dann ist das keine gesellschaftliche Debatte mehr. Das ist eine offene Massenpsychose!

Wer öffentlich in die Kamera plärrt, er habe Angst, dem eigenen Kind das Leben zu löschen, gehört schlicht und ergreifend in eine geschlossene Anstalt und nicht vor die Social-Media-Bühne für virtuelle Klicks. 

Es wird Zeit für einen gewaltigen Weckruf – bevor diese ideologische Geisteskrankheit endgültig zur totalen Normalität auf dem Strafplaneten mutiert.


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Tom Weber

Tom Weber – Beruf: Störenfried. Diagnose: chronisch allergisch gegen Heuchelei, Doppelmoral und staatlich geprüften Schwachsinn. Schreibt auf dem Strafplaneten über alles, was im offiziellen Irrenhaus als „normal“ gilt – und daher dringend untersucht werden muss

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