Die neue Mobilitätsreligion

Warum Menschen für weniger Technik mehr zahlen – und sich dabei noch erleuchtet fühlen

1. Willkommen im Tempel der E-Mobilität

Es gibt Religionen, die bauen Kathedralen.

Und es gibt jene, die stellen 2,3-Tonnen-Blech-&-Plastikwürfel mit Tablet-Altar in die Einfahrt.

Die moderne Mobilitätskirche hat ihre eigenen Prediger, ihre eigenen Mantras und ihre eigene Liturgie. Wer elektrisch fährt, gehört zu den Guten. Wer es kritisiert, ist rückständig, unsolidarisch oder – mein persönlicher Favorit – „technologiefeindlich“.

Ironie des Ganzen: Ausgerechnet die Fraktion, die seit Jahren Hyperkontrolle bejubelt, verkauft ihre, jederzeit von Fremden abschaltbaren Stromkutschen, als Ausdruck maximaler Freiheit.


2. Der politisch gezüchtete Markt

E-Autos sind nicht aus einem Markt oder aus Vernunft entstanden.

Sie sind aus einem Ministerium in Kooperation mit geldgeilen Managern entstanden.

Die politischen Darsteller, die den “Great Reset” (Du wirst nichts besitzen aber dennoch glücklich sein) für ihre Eliten ausrollen sollen, schufen einfach über Nacht eine künstliche Nachfrage: Förderungen, Steuervorteile, Privilegien, moralischer Druck. Unterstützt von Influencern, NGOs und einem Medienchor, der jeden Zweifel als Blasphemie behandelte.

Jetzt, wo die Förderungen weg sind, klappt der Markt zusammen, wie ein billiges Zelt vom Baumarkt, das man bei der ersten Windböe als knisternden Plastiklappen über den Acker fliegen sieht.

Und plötzlich sind die Förderungen wieder da – nicht, weil der Bürger sie braucht, sondern weil die deutschen Autobauer sonst gegen die Chinamänner frontal in die Wand fahren würden.

In Wirklichkeit ist das Ganze ein absurder Zirkus: Politiker und gekaufte Influencer spielen die großen Visionäre, Autobauer die dankbaren Marionetten, die brav nicken, solange das Geld aus Berlin wie Hostien regnet, die Bürger die zahlenden Clowns. Alles nur “big Show” fürs Geld. Die moralische Fassade? Ein Witz. Wer wirklich hinsieht, merkt: Es geht nie um Umwelt, nie um Technik – nur um die nächste Fördermillion. Punkt.

Lächerlich, aber alle tun so, als hätten sie den heiligen Gral der Mobilität gefunden.


3. Der blinde Fleck: Strahlenbelastung im Innenraum

Kaum jemand spricht darüber, aber ein E-Auto ist ein rollendes EMF-Kraftwerk:

Hochvoltleitungen, Wechselrichter, Konverter, Dauer-Funkvernetzung, ständiger Kontakt zu Servern. Ein Innenraum, der elektromagnetisch eher an eine Bahnhofshalle erinnert als an ein Fahrzeug.

Die meisten merken es nicht. Manche spüren es.

Aber in der Mobilitätskirche ist das Thema tabu – das stört die Erzählung vom „gesunden, nachhaltigen“ Fahren. Das kommt uns doch alles irgendwie bekannt vor oder?

Die “Gläubigen” ach so fortschrittlichen, setzen sich freiwillig in einen rollenden Eier-, Muschi- und Gehirngriller, nicken andächtig, während die selbsternannten Priester der Mobilitätsreligion auf LinkedIn und Co mit Buzzwords wie „Nachhaltigkeit“, „Zeitenwende“ und „E-Mobilität“ das zur Rosine mutierende Grillgut einfach wegreden.

Und wer das mit dem EMF Felder unter seinen Eiern nicht kapieren will, nimmt halt “weniger Bauteile” als beim Verbrenner als Legitimierung der eigenen Blödheit her und zahlt weiter gerne das doppelte für die Hälfte weniger. Muss man nicht verstehen oder? Hab aber so ähnliche Logiken auch schon bei Corona von den gleichen Leuten nicht verstanden. Die halten sich aber weiterhin für die über alles erhabenen akademischen Eliten…


4. Die Technikfrage: Wo Wissen endet und Software beginnt

Verbrenner zwischen 1995 und 2010 waren das Ergebnis von hundert Jahren Ingenieurskunst.

Mechanik, die man versteht.

Technik, die man leicht warten kann.

Modelle, die sogar innerhalb einer Marke individuell wirkten.

Motoren, die Charakter hatten.

Dann kam die große Wende.

Deutschland hat die eigene Spitzen-Technologie quasi verschenkt.

China hat sie aufgesogen, verfeinert und kombiniert – und baut heute Verbrenner, E-Autos und Software, während Europa am Ladegerät hängt und „Innovation“ murmelt.

Das Ergebnis:

Ein ganzer Kontinent an Ingenieuren und Entwicklern hat jahrzehntelange Kompetenz gegen ein paar moralische Bonuspunkte und kurzen Geldregen eingetauscht – wie ein Haufen pubertierender Männer, denen beim ersten realen Sex mit einer echten Frau das Denkvermögen und das Gehirn weggefickt wurde und die nur mehr sabbernd „noch mehr!“ brabbeln, als hätten sie gerade erst entdeckt, dass Selbstverlust auch eine Form von Erleuchtung sein kann.

5. Die emotionalen Pluspunkte der Stromkutsche

Um fair zu bleiben:

– E-Autos können Spaß machen.
– Beschleunigung, die eher an die Cartoon-Physik des legendären Roadrunner erinnert.
– Leises, surrendes Dahingleiten, wie eines dieser Raumschiffe nach dem Sprung aus dem Hyperraum.
– Oberklasse-Gefühl wie in der Business-Class, weil die Dinger so riesig sind.
– Im Stadtverkehr angenehm – solange man nur 150 km am Stück plant.

Das ist alles legitim.

Emotionen sind kein Verbrechen.


6. Was man wirklich kauft

Ein E-Auto ist selten ein technisches Argument.

Es ist ein politisches Statement, eine Eintrittskarte in die moralische Komfortzone und ein Abo-Modell mit Rädern.

Man kauft:

  • totale Abhängigkeit vom Stromnetz und den Herstellern
  • Software, die, wenn sie denn funktioniert jederzeit Funktionen entfernen kann
  • Fernsteuerbarkeit und Stilllegung zu jederzeit
  • Überwachung über Telematik
  • Reichweitenlotto mit 2.5 Tonnen
  • künstliche Mobilitätsgrenzen
  • eine Innenraumqualität, die eher an Spielzeug erinnert
  • und das Gefühl, „auf der richtigen Seite“ zu stehen

Die neuen Pilger reden von Freiheit — und sitzen gleichzeitig im am stärksten digital kontrollierten Fahrzeugtyp, den es je gab.

Aber vergleichen wir’s ehrlich:

Früher bekam man für denselben Preis einen brüllenden V8, der beim Starten die komplette Nachbarschaft geweckt hat, dazu eine gut gelaunte, lebendige Frau im Beifahrersitz – echte Haut, echtes Lachen, maximale Satisfaktion – und das Gefühl, mitten im Leben zu stehen.

Ein Auto war ein erotischer Verstärker, keine moralpädagogische Einschränkung.

Heute?

Heute kauft man ein rollendes Abo-Modul, das beim Anlassen erstmal um deine Zustimmung zu zehn verschiedenen Datenschutzerklärungen und zweihundert Seiten AGB winselt.

Dazu sitzt auf dem Fahrersitz ein blasser Stadtakademiker, der seine Emotionen aus Podcasts kennt, seinen Mut aus NGO-Instagram-Reels bezieht und seine Sexualität aus fensterlosen Tabs im Inkognito-Modus.

Während Soja-Sören sich im Netz den Sex anschaut, hat man ihn früher im V8 einfach gelebt.

Die einen hatten Puls.

Die jetzt haben Push-Notifications und fünfzig Allergien.


7. Warum zahlen Menschen mehr für weniger?

Weil es hier nie wirklich um Technik ging.

Auch nicht um Umwelt.

Schon gar nicht um Freiheit.

Es ging und geht beim E-Auto immer um Psychologie, Zugehörigkeit und das Bedürfnis, auf der richtigen Seite des moralischen Zauns zu stehen. Die E-Autos sind dafür nur die zeitgemäßen Beichtstühle und die moralische Reinwaschung vor dem eigenen verlogenen Gewissen.

Traurig wird es erst, wenn man aus dem Dahindösen erwacht und merkt, was dafür geopfert wurde:

Kompetenz, Autonomie, Mobilität – und eine Technologie, die man jahrzehntelang zur Perfektion getrieben hatte.

Und am Ende bleibt die Frage:

Warum bezahlen Menschen freiwillig mehr Geld für weniger Reichweite, weniger Individualität, weniger Technik – und mehr Kontrolle?

Antwort: Weil die neue Religion keine Ingenieure braucht. Keine eigenen Gedanken. Keine Erfahrung.

Nur Gläubige – mit zukünftig leeren Geldbörsen.

AMEN!


Wenn dir der Artikel gefallen hat, dir ein Schmunzeln, Kopfschütteln oder einen kleinen Nervenzusammenbruch beschert hat – genau so war’s geplant.

Falls du solchen Wahnsinn öfter möchtest, kannst du den Strafplaneten hier ganz offiziell unterstützen und nichts mehr verpassen:

Abo dalassen und mitfliegen.
Und, du kannst mir gerne auch einen Kaffee spendieren.

Zeig anderen auch diesen Irrsinn!

Tom Weber

Tom Weber – Beruf: Störenfried. Diagnose: chronisch allergisch gegen Heuchelei, Doppelmoral und staatlich geprüften Schwachsinn. Schreibt auf dem Strafplaneten über alles, was im offiziellen Irrenhaus als „normal“ gilt – und daher dringend untersucht werden muss

Post navigation

Leave a Comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert