Wer dieser Tage durch österreichische Innenstädte marschiert, könnte meinen, der Herrenbart sei das einzig verbliebene Kulturgut von gesamtgesellschaftlicher Relevanz. An jeder Ecke poppt ein neuer Laden mit rot-weiß-blauen Leuchtsäulen auf. Drei Syrer, zwei Afghanen, kaum drei Jahre im Land, aber schwupps – das eigene Gewerbe steht. Wie das ohne Meisterbrief, Facharbeiterausbildung oder Deutschkenntnisse geht? Ganz einfach: Mit dem feinen österreichischen Systemtrick des „gemieteten Gewerbescheins“.
Das Papiertiger-Karussell der Wirtschaftskammer
Die ZIB feiert ihre Datenanalyse von 10.000 Betrieben als journalistische Großtat. Das Ergebnis bringt selbst die WKO-Funktionäre in Erklärungsnot – allerdings nur, weil sie selbst tief im Sumpf stecken:
- Der Strohmann-Gewerbeschein: Wer ohne Ausbildung ein Geschäft aufziehen will, heuert einfach einen Meister als „gewerberechtlichen Geschäftsführer“ an. Gesetzlich vorgeschrieben: Mindestens 20 Stunden Präsenz pro Woche.
- Multitasking auf Österreicheisch: In der Realität deckt die Datenanalyse Abzocker auf, die gleichzeitig drei Läden über Hunderte Kilometer Distanz „führen“. Ein stellvertretender Innungsmeister der WKO macht es gleich selbst vor – wohnhaft in der Provinz, aber Geschäftsführer im 300 Kilometer entfernten Barbershop.
- Kontroll-Attrappe: Die Behörden prüfen bei der Gewerbeanmeldung brav das Papier. Danach? Funkstille. Kontrollen vor Ort, ob der Herr Geschäftsführer überhaupt weiß, wo der Laden liegt, finden schlichtweg nicht statt. „Ressourcenmangel“, heißt das im Beamtendeutsch.
Der Dreiklang der Subventions-Romantik
Wenn der Haarschnitt inklusive Bartkontur 12 Euro kostet, braucht man keinen Magister in Betriebswirtschaftslehre, um zu wissen, dass sich das legal nicht rechnet. Der Chef der Finanzpolizei bringt das Geschäftsmodell auf den Punkt, den der Biedermann lieber ignoriert:
- Sozialtransfer kassieren: Offiziell beim Staat auf Aufstockung oder Arbeitslose gemeldet.
- Schwarzarbeit als Volkssport: Sobald die Finanzpolizei den Laden betritt, mutieren die Herren mit der Schere in der Hand spontan zu „Kunden, die nur kurz auf einen Tee vorbeischauen“.
- Umsatz an der Kasse vorbei: Registrierkassen gibts nur für die Frisöre im Land, in der “Szene” werden sie eher als Deko-Elemente verbucht.
Was die ZIB als „wichtigen sozialen Rückzugsort und Community-Treffpunkt für junge Männer“ romantisiert, ist in Wahrheit der gelebte Stinkefinger gegen jeden heimischen Handwerksbetrieb, der unter der Last von Lohnnebenkosten, Buchhaltungspflichten und WKO-Umlagen erstickt.
Das Märchen von der Geldwäsche
Amüsant bleibt die Entlastungsrhetorik: Geldwäsche im Stil von Breaking Bad sei es ja gar nicht! Die Justiz habe schließlich keinen einzigen Fall verurteilt. Der Grund ist denkbar simpel: Man wäscht kein Schwarzgeld rein, wenn man schlichtweg überhaupt keine Steuern zahlt und Umsätze gar nicht erst angibt. Es ist kein komplexes Drogen-Kartell-Verbrechen, sondern primitives, flächendeckendes Hinterziehen mit behördlicher Duldung.
Der Staat schaut weg, die WKO kassiert ihre Beiträge, der Bürger freut sich über den billigen Übergang – und der Finanzbeamte macht schon vor Jahren einen Bogen um die Straße, weil die Ansagen vor Ort zu deutlich wurden.
Fazit:
Herzlich willkommen im Wunderland der Gewerbefreiheit, in dem der native Österreicher einmal mehr der Idiot ist und die Migranten uns alle auslachen – während der ÖRR fest daran glaubt, zum ersten Mal eine astreine Investigativgeschichte geliefert zu haben.
Wie war der Einstieg in das Thema? Der schmächtige ZIB-Moderator sagte: „Wir bekamen vorher eine Warnung, diesen Beitrag nicht zu bringen …“ Ist wohl mittlerweile alles ganz normal geworden im besten Österreich aller Zeiten. Ja eh, für die ganzen Migranten – für uns Bio-Österreicher ist das nur mehr eine Bananenrepublik.
Der größte Slapstick kommt zum Schluss: Was bis dato von der Gutmenschen-Armada – angeführt vom stets politisch korrekten ORF – als „rechte Hetze“ und „Migrantenfeindlichkeit“ angetafelt und angeprangert wurde, müssen sie nun zähneknirschend selber bringen, um nicht komplett in der Versenkung zu verschwinden. Ich warte nun auf die Demo der Omas gegen Rechts gegen den ORF …
Wenn dir der Artikel gefallen hat, dir ein Schmunzeln, Kopfschütteln oder einen kleinen Nervenzusammenbruch beschert hat – genau so war’s geplant.
Falls du solchen Wahnsinn öfter möchtest, kannst du den Strafplaneten hier ganz offiziell unterstützen und nichts mehr verpassen:
Abo dalassen und mitfliegen.
Und, du kannst mir gerne auch einen Kaffee spendieren.



Leave a Comment