Wo „Links“ draufsteht, kriecht der Neoliberalismus raus

1. Etikettenschwindel auf dem Polit-Schlachthof

Wer glaubt, dass Parteien mit rosarotem oder grünem Anstrich für soziale Gerechtigkeit stehen, hat den Schuss nicht gehört. Auf den Nachdenkseiten zerlegt Karsten Montag die Lebenslüge des modernen Parteiensystems mit chirurgischer Präzision: Die SPD hat die systematische Umverteilung von unten nach oben nicht erst gestern erfunden, sondern perfektioniert. 

Unter Rot-Grün sackte der Vermögensanteil der unteren 50 Prozent der Bevölkerung eiskalt von 4,5 auf 2,6 Prozent ab, während sich die oberen zehn Prozent das Waffeleisen vergoldeten. Wer solche Bilanzen vorlegt und sich danach immer noch strahlend vor die Kamera stellt, um von sozialer Verantwortung zu faseln, betreibt Realsatire auf Höchstniveau.

2. Die Vertuschungs-Kultur aus CO2-Hysterie und Gender-Zirkus

Damit der brave alles tolerierende Arbeitsknecht im Hamsterrad nicht bemerkt, wie ihm sukzessive und ungeniert die Geldbörse leergeräumt wird, wirft man der Meute ein paar bunte Nebelkerzen hin. Man tüncht die wirtschaftliche Kahlschlag-Politik einfach mit Begriffen wie Klimaschutz, Emanzipation und diverser Identitätspolitik ein. Während der Mieter in der ungedämmten Bude friert und an der Tankstelle für die CO2-Strafsteuer maximal blutet, streicht der wohlhabende akademische Villenbesitzer die staatliche Förderung für die Wärmepumpe und den E-Fuhrpark ein. 

Diese dreiste Umverteilung von den Armen zu den Reichen wird dann als „kluger Klimaschutz“ verkauft. Das verlangt vom Bürger eine Form der Hirnakrobatik, die man sonst nur aus geschlossenen Anstalten kennt.

3. Die historische DNA des Verrats

Die SPD hat das Verräter-Handwerk seit 1914 im Blut. Erst nickte man die Kriegskredite des Kaisers ab und schickte die Arbeiterschaft als Kanonenfutter an die Front, später schlug man den Spartakusaufstand blutig nieder. In der Neuzeit machten Gerhard Schröder und Joschka Fischer nahtlos weiter: Die Hartz-Daumenschrauben wurden angezogen, die Riester-Abzocke für die Versicherungslobby installiert und die Bundeswehr in den völkerrechtswidrigen Belgrad-Bombenhagel geschickt. 

Die Grünen haben den Sprint vom strickenden Turnschuh-Pazifismus hin zum olivgrünen Rüstungs-Fanatismus im E-Auto in absoluter Rekordzeit absolviert. Sobald es um Sondervermögen für Waffen geht, stimmen alle brav im Stechschritt ab.

4. BSW vs. Die Linke: Der Verfall der Prinzipien

Symptomatisch ist der Niedergang der Partei „Die Linke“. Wer sich heute für Aufrüstung, Zensur-Sanktionen und Corona-Gängelungen ausspricht, hat mit den ursprünglichen Säulen linker Politik – Frieden, soziale Gerechtigkeit und Demokratisierung – rein gar nichts mehr am Hut. Kein Wunder, dass sich Akteure wie Oskar Lafontaine abgespalten haben. Dass ausgerechnet das BSW, welches diese klassischen Grundsätze noch vertritt, medial kaputtgeschrieben wird, zeigt das eigentliche Problem: 

Die breite Masse versteht überhaupt nicht mehr, was Inhalte bedeuten, weil ihr das Gehirn seit Jahrzehnten mit betreutem Medien-Framing weichgekocht wurde.

5. Der unaufhaltsame Marsch der Gehirnamputierten

Das wahre Armutszeugnis stellt sich die Wählerschaft alle vier Jahre an der Wahlurne selbst aus. Über 80 Prozent der Bevölkerung rennen regelmäßig mit feuchten Augen zum Stimmzettel und wählen genau die Apparatschiks, die ihren Lebensstandard seit Jahrzehnten systematisch in den Fleischwolf drehen und lassen sich genau von diesen Schlächtern einreden, dass ein Wechsel ihrer menschenverachtenden Politik in einer Diktatur, aber erst ab dem Moment, wenn die Konkurrenz übernimmt, enden wird. 

Die Massen kapieren nicht einmal mehr, dass links und rechts im heutigen Parteienzirkus lediglich zwei verschiedene Abteilungen desselben Großschlachthofs sind. Die einen verteilen die Zensur-Maßnahmen und Armutsdekrete mit moralischem Betroffenheitsblick, die anderen machen am Ende exekutiv den Sack für die Geldeliten zu. 

Fazit: 

Am Ende bleibt dem betreuten Michel nur die Erkenntnis, dass er seine eigenen Henker nicht nur selbst bezahlt, sondern für ihre Zirkusvorstellung auch noch dauernd begeistert Beifall klatscht.


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Tom Weber

Tom Weber – Beruf: Störenfried. Diagnose: chronisch allergisch gegen Heuchelei, Doppelmoral und staatlich geprüften Schwachsinn. Schreibt auf dem Strafplaneten über alles, was im offiziellen Irrenhaus als „normal“ gilt – und daher dringend untersucht werden muss

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