Wie uns die Energie-Kaste mit Cent-Beträgen einlullt

Hast du dich eigentlich schon einmal gefragt, warum Politiker und Energiekonzerne bei Rabatten immer in Cent-Beträgen schwafeln, aber bei Preiserhöhungen fast immer plötzlich in Prozenten rechnen?

Ganz einfach: Weil es die perfekte mathematische Gehirnwäsche für das Staatsvolk ist. Und es bringt immense finanzielle Vorteile für den Blender.

Hier gleich ein aktuelles Beispiel.

Der Verbund – unser aller teilstaatlicher Stromriese – hebt den Preis für seinen hochgejubelten „Österreich-Tarif“ von 9,5 auf 10 Cent netto an. Klingt ja nach fast nix, oder? „Ist ja nur ein halber Cent!“, flüstert dir die Hofberichterstattung der Kronen-Zeitung beruhigend ins Ohr.

Was passiert hier in Wirklichkeit.

Für dich als Einzelnen bedeutet dieser halbe Cent Unterschied bei einem Durchschnittsverbrauch von 3.500 kWh vielleicht 17,50 Euro mehr im Jahr. Ein Betrag, bei dem der normale Bürger abwinkt und denkt: „Na wurscht, bringt mich nicht um.“

Aber jetzt dreh die Rechnung einmal um auf die Konzernseite: Bei Millionen Haushalts- und Gewerbekunden summiert sich dieser „mickrige halbe Cent“ für den Verbund aus dem Nichts zu vielfachen Millionenbeträgen an Reingewinn. Einfach so…von heute auf Morgen!

Es ist das perfekte Geschäftsmodell: Man zieht der Masse unmerklich Kleingeld aus der Tasche, das sich an der Spitze zu einem riesigen Goldberg auftürmt – um damit überbezahlte Vorstands-Hängematten, bürokratische Wasserköpfe und parteipolitische Versorgungsposten zu finanzieren.

Und jetzt zum Trick mit den Prozenten

Richtig dreist wird es aber erst, wenn die Herrschaften mit fadenscheinigen Argumenten die Preisschraube richtig in ihrem Sinne nach oben drehen.

Denn wenn wirklich erhöht wird, geht das eigentlich nie um irgendwelchen fummeligen Cent-Beträge. Da greift man ganz ungeniert zur viel lukrativeren Prozentrechnung: „Anpassung um 7 %, 10 % oder 15 %.“

Bei den ohnehin schon astronomisch aufgeblähten Rechnungen der letzten Jahre schlägt jeder einzelne Prozentpunkt wie eine Bombe ein. Da geht es plötzlich nicht mehr um ein paar Groschen, sondern um hunderte Euro pro Haushalt!

Und was passiert beim sogenannten „Rabatt“? Da treten Kanzler und Minister vor die Presse, blasen die Backen auf und verkaufen uns 12 Cent beim Sprit oder 0,5 Cent beim Strom als historische Rettungstat. Prozentual ist das ein Mückenschiss im Promillebereich – aber durch das richtige Wording feiert die Presse es ab, als hätte die Regierungsriege persönlich das Gold von Eldorado unters Volk verteilt.

Das Lockvogel-Abo

Und der eigentliche Hammer beim „Österreich-Tarif“ kommt ja erst noch: Ab Monat 13 schnallt die Abo-Falle zu. Der Preis springt automatisch von 10 Cent netto auf 15 Cent netto (18 Cent brutto).

Das ist ein Saftaufschlag von über 50 Prozent!

Kein Wort mehr von „geopolitischen Spannungen“ – ab da greift nur mehr die schlichte Abzock-Logik. Man ködert den dicken Otto mit einem Alibi-Rabatt, wartet bis er faul auf der Couch sitzen bleibt, und kassiert ihn ab dem zweiten Jahr gnadenlos ab.

Fazit:

Wer diese miese Nummer immer noch nicht durchschaut, ist kein Opfer des Systems, sondern der perfekte Steigbügelhalter dafür. Lasst euch ruhig weiter melken, zahlt die Mondpreise und dankt der korrupten Parteibuch-Bande auf Knien dafür, dass sie euch noch nicht zum Kuchenfressen statt Wachauerlaberl mit Schinken verdonnert hat. Glaubt nur fest weiter daran, dass euch eure eigene Passivität und der naive Glaube an dieses verrottete Parteiensystem irgendwann von dieser Knechtschaft erlösen werden… 🤡

https://www.krone.at/4307816


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Tom Weber

Tom Weber – Beruf: Störenfried. Diagnose: chronisch allergisch gegen Heuchelei, Doppelmoral und staatlich geprüften Schwachsinn. Schreibt auf dem Strafplaneten über alles, was im offiziellen Irrenhaus als „normal“ gilt – und daher dringend untersucht werden muss

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