Die Quester-Pleite: Wenn die Parasiten Trost spenden 

Ein Traditionsbetrieb mit 90 Jahren Geschichte kippt. 

48 Millionen Euro Schulden, 300 Beschäftigte, 1 200 Gläubiger. 

Und noch bevor der Insolvenzverwalter überhaupt den Laptop aufklappt, sind die üblichen Aasgeier schon im Anflug: Arbeiterkammer und Gewerkschaft sichern „Unterstützung“ zu. 

Was das heißt? 

Dass die Apparatschiks wieder vor die Kameras treten, Betroffenheit mimen und den Beschäftigten „ihre Rechte erklären“. 

Rechte, wohlgemerkt, die ihnen kein Gehalt mehr zahlen, keine Filiale mehr öffnen und keinen Arbeitsplatz mehr sichern. 

Aber Hauptsache, der moralische Reflex sitzt: „Niemand bleibt allein.“ 

Das klingt rührend – ist aber blanker Zynismus. 

Denn die selben Institutionen, die sich jetzt als Retter aufspielen, haben das System mitgestaltet, das Bürokratie, Steuern und Energiekosten so in die Höhe getrieben hat, dass mittelständische Betriebe reihenweise verrecken. 

Und die Politik, die das duldet, applaudiert im Hintergrund, weil die Insolvenz wieder als „wirtschaftliche Notwendigkeit“ durchgeht. 

Man müsste die AK- und Gewerkschaftsfunktionäre verpflichten, mit einem Monatseinkommen der betroffenen Arbeiter auszukommen – nur um zu sehen, wie schnell die Betroffenheit erlischt. 

Stattdessen posieren sie für Fotos, während 300 Familien überlegen, wie sie den Winter überstehen sollen. 

Wenn man wirklich helfen wollte, würde man die Bücher öffnen: 

Wie kam es dazu, dass ein Unternehmen, das Jahrzehnte lang funktionierte, binnen drei Jahren in den Abgrund rauscht? 

Welche Rolle spielten Energiepreise, Kreditpolitik, Steuern, EU-Regularien, Missmanagement und politischer Druck? 

Aber das wäre gefährlich – da könnte ja Verantwortung sichtbar werden. 

So bleibt alles beim Alten: 

Die, die nie etwas erwirtschaften, erklären den anderen, warum sie pleite sind. Und wer’s glaubt, bekommt beim nächsten Gewerkschaftsabend gratis Kaltgetränke. 

Oder in Kurzform: 

Wenn Parasiten trösten, ist das kein Mitgefühl – das ist Nachernte. 

Quelle: https://www.leadersnet.at/news/94446,quester-schlittert-mit-48-millionen-euro-schulden-in-die-pleite.html


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Tom Weber

Tom Weber – Beruf: Störenfried. Diagnose: chronisch allergisch gegen Heuchelei, Doppelmoral und staatlich geprüften Schwachsinn. Schreibt auf dem Strafplaneten über alles, was im offiziellen Irrenhaus als „normal“ gilt – und daher dringend untersucht werden muss

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