„Die Spritpreis-Abzocke: Wie Raffinerie-Oligopole und Rohstoffhändler uns ausnehmen – und die Politik nur über Steuern redet“ Teil-2

Ergänzend zu meiner vorigen Note, über die wie von Zauberhand immer sofort steigenden Spritpreisen. Hier nochmals die Gründe dafür.

„Die Spritpreis-Abzocke: Wie Raffinerie-Oligopole und Rohstoffhändler uns ausnehmen – und die Politik nur über Steuern redet“

Die große Lüge: „Es liegt am Rohölpreis!“

Jedes Mal, wenn irgendwo auf der Welt eine Bombe fällt oder ein Ölscheich niest, explodieren die Spritpreise in Deutschland. Und jedes Mal heult die Politik: „Die Steuern! Die Abgaben!“ – als ob der Staat der einzige Profiteur wäre. Doch das ist gelogen.

Fakt ist:

  • Der letzte Brent-Ölpreis (ca. 90 Dollar/Barrel) ist nicht außergewöhnlich hoch. In den letzten 20 Jahren war er oft höher.
  • Die CO₂-Steuer? Greift erst im Juli 2026 – und selbst dann nur mit max. 4 Cent Aufschlag.
  • Die Mehrwertsteuer? Die steigt nur, weil der Grundpreis künstlich hochgetrieben wird.
  • PS: der aktuelle Preis liegt bereits wieder bei 74 Dollar. Hat irgendwer eine Rückkehr zu den Preisen von vor einer Woche gehört oder gesehen?

Also: Wer kassiert wirklich?

Das wahre Kartell: Raffinerien, Händler, Konzerne

Der Clou: Die Tankstelle ist nur die letzte Station der Abzocke. Die echten Gewinne entstehen längst vorher – in einem Oligopol aus Raffinerien und Rohstoffhändlern, das sich jeden Krisenmoment zunutze macht.

1. Die Raffinerie-Mafia: „Crack Spread“ als Lizenz zum Gelddrucken

  • In Deutschland, den Niederlanden und Belgien gibt es nur eine Handvoll Raffinerien – kontrolliert von BP, Shell, Total, ExxonMobil.
  • Diese Konzerne kaufen Öl nicht zum aktuellen Börsenpreis, sondern über Futures (Termingeschäfte). Das Öl, das du heute tankst, wurde vielleicht vor einem Jahr zu 66 Dollar/Barrel eingekauft – nicht zu 90 Dollar.
  • Trotzdem steigt der Preis an der Zapfsäule 1:1 mit dem Börsenpreis. Warum? Weil die Raffinerien einfach die „Crack Spread“-Marge erhöhen – also den Aufschlag, den sie sich selbst genehmigen.
  • Ergebnis: Die Konzerne streichen Milliardengewinne ein, unabhängig von ihren tatsächlichen Kosten.

2. Die Schweizer Schattenhändler: Glencore, Vitol & Co.

  • Die wahren Profiteure sitzen nicht in Deutschland, sondern in der SchweizGunvor, Glencore, Vitol, Trafigura.
  • Diese Händler kontrollieren den globalen Ölfluss – und machen jährlich Gewinne in zweistelliger Milliardenhöhe.
  • Sie kaufen billig, lagern, spekulieren, und verkaufen teuer – ganz ohne Risiko, weil sie sich mit Hedging-Geschäften absichern.

3. Die Tankstelle: Der Prügelknabe

  • Der Tankstellenpächter? Kriegt 1–2 Cent Marge pro Liter – und muss sich die Wut der Kunden anhören.
  • Die Preise macht nicht er, sondern der Konzern – der gleichzeitig die Raffinerie besitzt.

Die politische Farce: „Lasst uns über Steuern streiten!“

Während die Konzerne Rekordgewinne einfahren, diskutiert die Politik nur über Steuern. Warum?

  • Ablenkung: Solange alle über die CO₂-Steuer oder die Energiesteuer schimpfen, fragt niemand: „Warum darf ein Oligopol von vier Konzernen den Markt kontrollieren?“
  • Symbolpolitik: Eine „Übergewinnsteuer“ klingt gut – aber die Konzerne verschieben ihre Gewinne einfach in andere Länder.
  • Systemerhalt: Die Politik will keine echten Lösungen, weil sie selbst Teil des Problems ist.

Die einzige echte Lösung?

  • Zerschlagung der Öl-Oligopole (Raffinerien, Händler, Tankstellen).
  • Vergesellschaftung der Raffinerien – oder zumindest strikte Preisregulierung.
  • Transparenzpflicht für Futures und Hedging-Geschäfte.

Aber das wird nicht passieren. Warum? Weil die Konzerne die Politik im Griff haben.

Fazit: Wir zahlen – sie lachen

Die nächste Ölkrise kommt bestimmt. Und dann?

  1. Die Preise schießen hoch.
  2. Die Konzerne kassieren.
  3. Die Politik redet über Steuern.
  4. Der Bürger zahlt.

Und das nennt man dann „Marktwirtschaft“.

#ÖlMafia #RaffinerieRoulette #AbzockeAlsGeschäftsmodell #PolitikAlsHandlanger #WerProfitiertWirklich?


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Tom Weber

Tom Weber – Beruf: Störenfried. Diagnose: chronisch allergisch gegen Heuchelei, Doppelmoral und staatlich geprüften Schwachsinn. Schreibt auf dem Strafplaneten über alles, was im offiziellen Irrenhaus als „normal“ gilt – und daher dringend untersucht werden muss

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