Der Westen führt wieder Krieg.
Natürlich nicht aus Machtinteressen.
Oder wegen Geopolitik.
Und natürlich auch nicht wegen Einflusszonen.
Nein.
Es ist – wie immer – ein moralischer Krieg.
Die Raketen fliegen für Freiheit.
Die Bomben fallen für die Demokratie.
Und wenn irgendwo ein Präsident, Ajatollah oder Diktator stirbt, dann nennt man das nicht Mord, sondern regelbasierte Stabilisierung. Oder wie es der aktuelle Präsident der USA formuliert. Alles, was ich möchte, ist Frieden für die Leute!
Das Drehbuch kennen wir inzwischen auswendig.
Irak: Massenvernichtungswaffen.
Libyen: Schutz der Bevölkerung.
Afghanistan: Demokratieexport.
Syrien: humanitäre Verantwortung.
Jetzt also Iran.
Und wieder passiert etwas Interessantes:
Plötzlich diskutieren alle über Moral.
Ist das Regime böse?
Unterdrückt es seine Bevölkerung?
Verdienen die Menschen Freiheit?
Alles legitime Fragen.
Nur haben sie mit dem Völkerrecht exakt nichts zu tun.
Denn das Völkerrecht kennt nur zwei Gründe für Krieg:
Selbstverteidigung.
Oder ein Mandat des UN-Sicherheitsrats.
Wenn keiner dieser Gründe vorliegt, nennt man das ganz altmodisch Angriffskrieg.
Aber das Wort ist im Westen inzwischen ungefähr so beliebt wie Cholera.
Also ersetzt man es.
Man spricht von „Schlägen“.
Von „Operationen“.
Von „präventiver Sicherheit“.
Und plötzlich wird aus dem Faustschlag eine moralische Pflicht.
Das wirklich Faszinierende ist jedoch etwas anderes:
Wenn Russland angreift, ist das natürlich sofort ein Bruch der internationalen Ordnung. Da sind sich die ganzen sogenannten Experten sofort einig.
Wenn die USA oder Israel angreifen, beginnt eine komplexe Debatte über Sicherheit, Stabilität und Werte.
Dass diese Doppelstandards niemandem mehr auffallen sollen, ist wahrscheinlich der größte Witz der geopolitischen Gegenwart.
Die Wahrheit ist viel einfacher.
In der internationalen Politik gilt ein uraltes Gesetz:
Das Recht gilt für Schwache.
Die Moral gilt für Verbündete.
Und für Großmächte gilt nur eines:
Macht.
Der Rest ist heiße Luft einer Pressekonferenz.
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