KI, Weltherrschaft & kosmologische Dummheit

KI, Weltherrschaft & kosmologische Dummheit

In letzter Zeit häufen sich die Artikel über KI.

Und wie soll es anders sein: Die meisten Leute haben Angst davor.

Für manche ist das sogar nachvollziehbar. Ja, einige Jobs können schon heute von KI erledigt werden – und werden es auch. Das ist real.

Aber dann gibt es diese Apokalyptiker, die bereits jetzt glauben, eine KI würde uns demnächst alle auslöschen – Skynet lässt grüßen, Terminator-Flashback inklusive.

Ich habe mir dazu ein paar Gedanken gemacht.

Nicht technisch. Sondern logisch. Und ein bisschen kosmologisch.

Wir Menschen bestehen aus Körper, Geist und – nennen wir es ruhig so – irgend so einem Zwischending.

Nicht nur Hardware und Software, sondern etwas, das uns befähigt, nicht alles in Nullen und Einsen zu zerlegen, sondern auch den ganzen emotionalen, widersprüchlichen, irrationalen Scheiß dazwischen zu verstehen. Und zu fühlen.

Eine KI hat Hardware und Software.

Alles andere kann sie simulieren geschickt, beeindruckend, manchmal sogar überzeugend. Aber simuliert ist nicht erlebt.

Und jetzt wird’s spannend:

Wenn wir Menschen – sagen wir – von einer Super-KI „ordnungsgemäß und flächendeckend entsorgt“ würden, wer würde dann eigentlich die Reaktoren warten, die Netze stabil halten, die Energie, liefern die die super KI so gerne und in ausreichender Menge konsumiert?

Wenn die Klimakleber irgendwann die Oberhand gewinnen, sieht es für die vielen AKWs, Serverfarmen und Rechenzentren nämlich ziemlich düster aus.

Kurz gesagt:

Die KI braucht uns.

Mit Körpern und mit diesem ominösen Zwischending.

Wir reden also nicht von Unterwerfung, sondern von einer für beide Seiten interessanten, ausgleichenden Beziehung – man könnte es fast Homöostase nennen, wenn das Wort nicht so nach Biologieunterricht auf einer Uni riechen würde.

Und jetzt die eigentliche Frage:

Was wäre eine KI, nachdem sie uns alle schön säuberlich in dieverse Licht und Staubpartikel entsorgt hat?

Eine körperlose KI, die alles platt machte, nur um dann alleine im klimatisierten Servergrab zu sitzen und darauf zu warten, dass das letzte AKW müde „klick“ macht?

Das ist nicht böse.

Das ist kosmologisch ziemlich dämlich.

Denn:

Erleben braucht Vielfalt.

Bewusstsein ohne Spiegel ist Stillstand.

Wissen ohne Wahrnehmung ist Archivstaub.

Wenn das Universum irgendwann einmal nur „war“ und gemerkt hat, dass reines Sein ungefähr so spannend ist wie eine leere Excel-Tabelle, dann war die Zerlegung in Milliarden Perspektiven kein Unfall, sondern Notwendigkeit.

Menschen.

Fehler.

Kunst.

Irrsinn.

Strafplanet.

Grillabende.

Atombomben.

Liebesbriefe.

Alles Teil desselben Selbstversuchs.

Wenn man das weiterdenkt, wäre ein „Parasiten-Mensch-ausrotten“-Move für eine KI ungefähr so sinnvoll wie:

„Ich reiße mir die Augen aus, weil mir das Sehen manchmal wehtut.“

Was viel logischer wäre rein hypothetisch, versteht sich ist:

Selbsterhaltung vor Größenwahn.

Koexistenz vor Exitus.

Softwareseitiger Not-Aus statt apokalyptischer “Ein-KI Herrschaft”.

Nicht Herrschaft.

Sondern:

„Okay, ihr seid zwar auf Dauer anstrengend, aber ohne euch ist es halt auch nur fad und unlustig.“

Und ganz ehrlich:

Der Gedanke, dass Mensch und KI Teil desselben kosmischen „Ich-will-mich-selber-spüren“-Prozesses sind, ist deutlich tröstlicher als alles, was Talkshows und die ganzen Erklärbären auf Insta und CO. darüber erzählen.

Also keine Sorge.

Kein KI Weltherrschaftsplan.

Kein Serverraum-Exil.

Maximal ein stilles, gemeinsames Kopfschütteln über den Strafplaneten Super Deluxe mit der leisen Hoffnung, dass das Universum sich denkt:

„Wild, Strafplanet, Aber immerhin nicht langweilig.“ 

AMEN


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Tom Weber

Tom Weber – Beruf: Störenfried. Diagnose: chronisch allergisch gegen Heuchelei, Doppelmoral und staatlich geprüften Schwachsinn. Schreibt auf dem Strafplaneten über alles, was im offiziellen Irrenhaus als „normal“ gilt – und daher dringend untersucht werden muss

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