Wie LinkedIn aus Elektromobilität eine Religion machte
Daniel Abt hat’s gewagt: ein paar Sätze gesunder Vernunft über E-Autos und schon rotiert die Heilige Inquisition der Nachhaltigkeit auf LinkedIn wie ein überhitzter Schnelllader.
Was als Debatte über Technologie begann, endete in einem Glaubenskrieg.
Abt sagte sinngemäß: „E-Autos? Gut. Aber der Hype ist übertrieben. Subventionen, künstliche Märkte, Ideologie lasst uns ehrlich bleiben.“
Und zack: Die Lade-Gläubigen sahen rot.
Das neue Evangelium der Elektrologen
Auf LinkedIn ist das E-Auto längst keine technische Lösung mehr es ist ein Sakrament.
Wer elektrisch fährt, gilt als erlöst.
Wer’s kritisch sieht, als Ketzter, Klimaleugner oder Dieselfaschist.
Ein paar Originalzitate aus der Bubble:
„Wer heute noch einen Verbrenner kauft, scheißt auf seine Enkelkinder.“
Übersetzung: Moral ist jetzt in Kilowattstunden messbar.
„Elektromobilität ist ein Muss!“
Übersetzung: Fortschritt nur unter Zwang, Halleluja.
„Audi produziert jetzt in China, weil wir nicht schnell genug umstellen!“
Übersetzung: Wir zerstören unsere Industrie – aber mit Haltung.
„Ich fahre Tesla, EQE und XPeng – keiner mit 0,25 %-Regelung!“
Übersetzung: Das ist der neue Ablasshandel. Ich sündige nicht, ich lade.
Der Ablassbrief aus der Steckdose
Die E-Auto-Religion hat alles, was eine gute Kirche braucht:
Dogmen, Missionare, Ketzerverbrennungen und natürlich den Ablassbrief in Form der Wallbox.
Das Ritual läuft so:
Man lädt sein Auto, postet ein Foto davon, schreibt „#NachhaltigUnterwegs“ drunter und schon sind alle Sünden der fossilen Welt vergeben.
Die Beichte findet in den Kommentaren statt:
„Ja, ich war auch mal Verbrennerfahrer, aber Gott – äh, der Algorithmus hat mich bekehrt.“
Realität?
Der Strom kommt aus Kohle, Gas und Atom.
Die Rohstoffe aus Kinderhänden in Kongo und Chile.
Die Akkus altern schneller als der Glaube an Habecks Wirtschaftsverstand.
Aber egal, Hauptsache, das Gewissen lädt grün.
Der Klassenkampf der Gutgeladenen
Das Absurde: Die lautesten Elektro-Eiferer auf LinkedIn wohnen im Einfamilienhaus, haben Solarpanel, Steuerberater und Zweitwagen.
Für sie ist Nachhaltigkeit ein Lifestyleprodukt, kein Opfer.
Für den Pendler mit 1.400 € netto ist sie ein erhobener Zeigefinger aus der SUV-Zukunft. Diese Leute halten sich für fortschrittlich, aber sie führen nur den alten Klassenkampf in neuem Gewand:
„Wir fahren elektrisch, ihr atmet dreckig.“
Das ist kein Umweltschutz. Das ist Moralchauvinismus mit Ladeanschluss.
Der Ketzer Daniel Abt
Und da steht Abt, mitten im digitalen Dorfplatz, und sagt das Offensichtliche:
„Die Menschen haben Lust auf E-Autos. Aber nicht in dem Tempo, wie man es ihnen aufzwingt.“ Das reicht schon, um als Feind der Zukunft zu gelten.
Denn im Zeitalter der Algorithmusmoral ist das größte Verbrechen, sich nicht für das Richtige zu begeistern. Dass Abt Formel-E-Pilot war? Egal.
In der Logik der Gläubigen gilt: Wer zweifelt, fliegt raus.
Die Öko-Inquisition
Die Diskussion unter seinem Post liest sich wie ein digitaler Kirchenrat:
Die „Verbal-Heizer“ prügeln auf ihn ein mit Phrasen wie
„Klimawandel!“,
„Fossile Subventionen!“
und dem unvermeidlichen Klassiker:
„Dann richt doch selbst die Erdachse, wenn du’s besser weißt!“
So klingt nicht Fortschritt.
So klingt verschissenen Ersatzreligion
Die neue Kirche hat keine Glocken, sie hat Ladegeräte.
Fazit: Erlösung per Stromanschluss
Elektromobilität könnte ein Teil der Lösung sein wenn sie nicht als Glaubensfrage von ein paar selbstgefällige Spinner geführt würde.
Aber auf LinkedIn ist sie längst die letzte Hoffnung der Heiligen Restvernunft,
ein digitaler Ablasshandel für Menschen mit Dienstwagen und Schuldkomplex.
Die Wahrheit ist:
Kein Auto der Welt macht den Planeten besser.
Nur Menschen könnten das wenn sie endlich wieder denken würden, statt zu missionieren.
Doch das würde Strom kosten. Und den braucht man bekanntlich zum Laden.
Wenn dir der Artikel gefallen hat, dir ein Schmunzeln, Kopfschütteln oder einen kleinen Nervenzusammenbruch beschert hat – genau so war’s geplant.
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Danke das ich zufällig DIESEN Blog finden durfte 🙏 Ich würde das Normalerweise sofort auch finanziell ein wenig unterstützen, bin aber Ausnahmsweise auch mal in einer Lebenssituation die mir sowas gerade leider nicht erlaubt. Es ist Freitag der Dreizehnte, es ist überall bunter Karneval, aber ich bin heute „einfach nur ein wenig glücklich“, weil es noch Menschen wie Dich gibt! 🫶
Danke dir. Wirklich.
Unterstützung ist nicht Geld, Unterstützung ist: lesen, fühlen, nicht völlig durchdrehen lassen von diesem Dauerkarneval aus Lärm, Moral und Bullshit.
Wenn jemand an einem Freitag dem Dreizehnten zwischen Konfetti, Verblödung und Dauergrinsen kurz innehält und sagt: „Ich bin ein wenig glücklich, weil es noch denkende Menschen gibt“, dann hat der Text seinen Job gemacht.
Pass auf dich auf. Zeiten gehen vorbei. Klarheit bleibt.