Deutschland verrecke –

oder warum wir uns beim Untergehen so wohl fühlen

Deutschland ist nicht mehr krank.

Deutschland ist terminal. Was Roland Rottenfußer in seinem Text über den kollektiven Todestrieb der Deutschen beschreibt, ist keine Satire mehr – es ist Zustandsbeschreibung. Eine Art postnationaler Hospizbericht mit Trachtenjanker.

Fangen wir mit der Grundfrage an: Wollen die Deutschen überhaupt noch Deutsche sein? Antwort: Nicht so richtig. Irgendwie klingt das nach Nationalstolz, und der ist bekanntlich schlimmer als jede Steuerhinterziehung. Also lieber Netflix-Abo, Pronomenwechsel und kulturelle Selbstzerstörung unter dem Deckmantel der Weltoffenheit.

Schon die alten Burgunder wussten:

Lieber gemeinsam untergehen als den Übeltäter ausliefern. Hagen bleibt, Ehrenwort! Das Prinzip Nibelungentreue – heute übersetzt als „bedingungsloses Mitmachen beim kollektiven Wahnsinn“ – feiert fröhliche Urstände. Nur dass der Mörder heute nicht mehr Hagen heißt, sondern Habeck. Oder Merz. Oder Pistorius. Oder Ursula von der Leichen.

Wir leben in einer Zeit, in der ein Friedrich Merz öffentlich sagt, er hätte keine Angst vor einem Atomkrieg. Der Mann hat aber auch keine Angst vor Steuer-CDs, Klimapolitik oder Anstand. Und wie es sich für einen deutschen Spitzenpolitiker gehört, wird nicht hinterfragt, sondern verkündet. Derweil liefert Deutschland Waffen in Krisengebiete, heuchelt Menschenrechte und kriecht den USA tiefer in den Enddarm, als es anatomisch ratsam wäre. Vasallentreue 2.0.

Und dann Israel:

Kriegsverbrechen? Bombardierte Flüchtlingslager? Egal! Hauptsache, wir kompensieren unsere 80 Jahre alte Schuld mit der nächsten Waffenlieferung. Eine Hand wäscht die andere, beide in Blut. Die Kritik an Tel Aviv wird hierzulande nicht diskutiert, sondern diffamiert. Wer wagt, verliert – zumindest seinen Job, seine Freunde oder seinen Twitter-Account.

Die kulturelle Selbstaufgabe geht derweil munter weiter: Wir gendern unsere Sprache zu Tode, ersetzen Deutsch mit Anglizismen und halten TikTok für ein Bildungsangebot. Deutsch zu sprechen ist peinlich geworden, Kinder können Gedichte nur noch auf Englisch auswendig und der eigene Kulturraum wird als rechtsradikal wahrgenommen, wenn man ihn überhaupt noch kennt.

Der Geburtenrückgang?

Ein sanfter kollektiver Selbstmord. Keine Zukunft mehr? Macht nichts. Die „letzte Generation“ will eh lieber kleben als Kinder. Sarrazin war ein Zyniker, aber seine Statistiken hatten Substanz. Nur darf man das nicht laut sagen, sonst kommt gleich die Antifa mit „Deutschland, du mieses Stück Scheiße“-Transparent um die Ecke und Claudia Roth ruft: „Schön bunt hier!“

Rottenfußer nennt es Todestrieb. Ich nenne es ein Nationalprojekt der Selbstauslöschung. Die USA fordern, Deutschland liefert. Israel bombardiert, Deutschland applaudiert. Die Industrie wandert ab, der Mittelstand stirbt, und die Regierung zündet sich im Kanzleramt eine Friedenspfeife aus Wirtschaftsruinen an.

Was bleibt, ist ein Land voller Wellness-Intellektueller, die mit bitterernstem Gesichtsausdruck über Mikroaggressionen debattieren, während die Realität draußen in Trümmern liegt. Aber hey: Wenigstens sind wir divers zugrunde gegangen.

Fazit:

Deutschland ist nicht mehr die Werkbank Europas. Es ist der Laufbursche transatlantischer Interessen, der Ideologie-Spielplatz grüner Weltflüchter und der Globalisierungs-Musterknabe auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit.

Und das Schlimmste: Wir finden das auch noch gut. Wir halten es für Fortschritt, für Erneuerung, für moralische Größe. Dabei ist es nichts weiter als ein suizidaler Trip ins kulturelle Nirwana, begleitet von der Hymne der Unterwürfigkeit: „Wir haben verstanden!“

Nein, Deutschland. Du hast nichts verstanden. Du verstehst nur, wie man sich selbst abschafft – stilvoll, moralisch überlegen und voller Schuldgefühl.

Viel Spaß beim letzten Aufguss.

Das war’s dann. Licht aus.


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Tom Weber

Tom Weber – Beruf: Störenfried. Diagnose: chronisch allergisch gegen Heuchelei, Doppelmoral und staatlich geprüften Schwachsinn. Schreibt auf dem Strafplaneten über alles, was im offiziellen Irrenhaus als „normal“ gilt – und daher dringend untersucht werden muss

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