Dein Auto gehört dir. Bis es beschließt, dass es dir nicht mehr gehört.

Früher war das einfach: Du kaufst ein Auto. Es gehört dir.

Was drin ist, ist drin.

Was funktioniert, funktioniert – bis es kaputtgeht.

Heute kaufst du ein Fahrzeug, das vollständig ausgestattet ist,

aber nur teilweise freigeschaltet.

Der Rest liegt im Auto wie eingefrorene Organe: vorhanden, aber gesperrt.

Und der Schlüssel dazu liegt nicht bei dir, sondern auf einem Server.

Willkommen im Lizenzfahrzeug.

Lenkradheizung?

Frontscheibenheizung?

Navigation?

Induktives Laden?

Klimazonen?

Alles da.

Alles verbaut.

Alles bezahlt – indirekt, versteht sich.

Aber deaktiviert, sobald dein digitales Wohlverhalten vom System abweicht

oder dein Abo ausläuft.

Das ist kein Komfortmodell.

Das ist Funktionsentzug auf Zeit.

Man nennt es „Upgrades“.

In Wahrheit ist es Mietrecht an der eigenen Hardware.

Und ja, man versucht, das schönzureden:

„Flexibel buchbar.“

„Ohne Werkstattbesuch.“

„Wertsteigerung fürs Fahrzeug.“

Alles reiner Bullshit.

Was hier passiert, ist ein ökonomischer Taschenspielertrick:

Man baut alles ein, verteuert damit den Grundpreis und verkauft dir danach die Nutzung noch einmal – monatlich, jährlich oder gnädig „unbefristet“.

Unbefristet.

Ein Wort, das früher „für immer“ bedeutete.

Heute heißt es: bis zum nächsten Geschäftsmodell-Update.

44,90 Euro im Monat fürs Komfortpaket.

449 Euro im Jahr.

Oder fast 1.800 Euro, damit dein eigenes Auto dich wieder ernst nimmt.

Und dann die Königsdisziplin der Absurdität:

Eine induktive Ladeschale, die physisch im Fahrzeug liegt,

aber softwareseitig beschließt, heute nicht mehr mitzumachen.

Kein Defekt, oder Schaden.

Einfach Nur: Zugriff entzogen, vom Hersteller

Das ist keine Innovation.

Das ist digitale Leibeigenschaft.

Manche sagen:

„Ja, aber gebraucht ist das doch super. Alles verbaut, nur freischalten.“

Nein.

Das ist die Umkehr von Eigentum.

Du kaufst nicht mehr ein Produkt du kaufst die Option, später noch einmal zu zahlen.

Und währenddessen steigen die Grundpreise.

Neuwagen teurer.

Gebrauchtwagen teurer.

Alles teurer – bei weniger realem Besitz.

Der Kunde wird nicht mehr bedient.

Er wird verwaltet.

Noch ist es „nur“ VW.

Und „nur“ Elektro.

Aber genau da liegt das Problem.

Im Moment betrifft dieser ganze Abo-Irrsinn vor allem die VW-Elektroflotte.

ID.3, ID.4, ID.5, ID.7 – die rollenden Beta-Tests der neuen Besitzlosigkeit.

Die Verbrenner stehen noch halbwegs verschont daneben,

wie alte Mieter mit unbefristetem Vertrag, die wissen: Unser Haus wird gerade für etwas ganz anderes vorbereitet.

Und genau hier sollten die E-Auto-Fans kurz aufhören zu klatschen.

Denn was hier passiert, ist kein E-Auto-Problem.

Es ist ein Kontrollproblem.

Und E-Autos sind dafür schlicht perfekt geeignet.

Warum?

Weil sie von Anfang an

– softwarezentriert,

– permanent online,

– updatefähig

und fernsteuerbar gebaut wurden.

Das ist technisch brillant.

Und gesellschaftlich brandgefährlich.

Denn damit wird zum ersten Mal möglich,

was früher nicht ging:

Funktionen nach dem Kauf zu entziehen.

Nicht wegen eines Defekts.

Nicht wegen Sicherheit.

Sondern wegen eines Lizenzstatus.

Heute trifft es Komfortfunktionen.

Lenkradheizung.

Frontscheibenheizung.

Navigation.

Induktives Laden.

Die Fans sagen dann:

„Ach komm, das braucht doch eh keiner.“

Genau.

Das sagten sie bei der Sitzheizung auch.

Und bei der Navigation.

Und bei der Klimazone.

Das ist immer die gleiche Verteidigung:

Solange es mich nicht trifft, ist es keine Enteignung.

Das Problem:

Dieses Modell funktioniert nur, wenn es skaliert.

Und skalieren heißt:

Es bleibt nicht bei Komfort.

Denn sobald der Kunde akzeptiert hat, dass Funktionen nicht ihm gehören, sondern nur freigeschaltet sind, ist die Grenze gefallen.

Dann ist alles nur noch eine Preisfrage.

Oder eine Verhaltensfrage.

Oder eine politische Frage.

Heute: 44,90 € im Monat fürs Komfortpaket.

Morgen: Reichweiten-Upgrade.

Übermorgen: Ladeleistung.

Irgendwann: Startfreigabe nur bei aktiver Subscription.

Und jetzt kommt der Teil, bei dem den E-Auto-Fans die Argumente ausgehen:

Das ist kein Fortschritt.

Das ist Rückschritt mit Erpressung

Denn Eigentum war immer der Puffer

zwischen Bürger und System.

Zwischen Nutzer und Anbieter.

Zwischen Kauf und Abhängigkeit.

Das E-Auto ist nicht das Problem.

Aber es ist das perfekte Werkzeug, um Besitz in Miete,

Kauf in Lizenz und Kunde in Account zu verwandeln.

Noch betrifft es vor allem VW.

Noch betrifft es vor allem Elektro.

Wer jetzt sagt:

„Reg dich nicht auf, das ist Zukunft“,

sagt in Wahrheit:

Ich habe noch nicht verstanden, was hier gerade normalisiert wird.

Und genau deshalb ist es kein „Scheißthema“.

Sondern ein Warnsignal.

Nicht für Technikfeinde.

Sondern für alle, die dachten, sie hätten ein Auto gekauft –

und merken, dass sie nur Zugriffsrechte besitzen.

Woe sagte Klaus Schwab so schön? Sie werden nichts besitzen und denoch glücklich sein…

Quelle: https://youtu.be/oLAdvShv9aM?si=ZOW_Jjw1cJ4Ellee


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Tom Weber

Tom Weber – Beruf: Störenfried. Diagnose: chronisch allergisch gegen Heuchelei, Doppelmoral und staatlich geprüften Schwachsinn. Schreibt auf dem Strafplaneten über alles, was im offiziellen Irrenhaus als „normal“ gilt – und daher dringend untersucht werden muss

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