Das beste Österreich aller Zeiten – Zahl, Bürger, und halt die Goschn

Das beste Österreich aller Zeiten – Zahl, Bürger, und halt die Goschn

Willkommen im besten Österreich ever. Einem Land, in dem man für Dinge zahlen muss, die man nicht konsumiert, nicht will, bewusst meidet – und trotzdem „Beitrag“ nennt, damit es nicht ganz so nach Zwangsabgabe klingt. Orwell hätte sich dafür nicht einmal mehr einen neuen Begriff ausdenken müssen. Man nennt es einfach Demokratie und hofft, niemand liest das Kleingedruckte.

Ich habe mich vor rund zehn Jahren aus dem ORF-Zirkus verabschiedet. Kein Empfang, kein Konsum, kein Interesse an staatlich vorgekauter Wirklichkeit mit Haltungspflicht. Ende der Geschichte, dachte ich. Falsch gedacht. Der Parasit denkt anders. Der Parasit sagt: Hauptwohnsitz reicht. Atmen auch.

Also kam der Brief. Dann die Zahlung. Dann die Beschwerde. Dann die Sammelklage. Dreißig Euro Eintritt für die Illusion, dass in diesem Land noch irgendwo ein Korrektiv sitzt, das sagt: Moment, das ist nicht sauber. Spoiler: Es sitzt niemand mehr dort. Nur Stempel, Paragrafen und ein kollektiv einstudiertes Schulterzucken.

Das Bundesverwaltungsgericht sagt: rechtmäßig.

Der Verfassungsgerichtshof sagt: verfassungskonform.

Der ORF sagt: öffentlich-rechtlicher Auftrag.

Die Politik sagt: freie Demokratie.

Und du sagst: Hä?

Du zahlst also, weil du könntest. Nicht weil du nutzt, sondern weil theoretisch ein internetfähiges Gerät in deiner Nähe existieren könnte. Teilhabe heißt hier nicht Teilnahme, sondern Zahlungsfähigkeit. Solidarität bedeutet: Halt die Pappn und überweis endlich die Kohle.

Besonders hübsch wird es, wenn genau diese politischen Figuren, die dieses Modell beschlossen, verteidigt und zementiert haben, mit erhobenem Zeigefinger auf andere Länder zeigen. Dort werde „die Bevölkerung ausgepresst“. Dort herrsche „keine echte Demokratie“. Dort gäbe es „Zwang“.

Ich nenn hier keinen Namen, aber es weiß eh jeder Bescheid, wen sie immer rausholen… 🙄

Hier nicht.

Hier ist es ein sogenannter Beitrag.

Hier ist es nur für dein Bestes.

Hier ist es absolut alternativlos.

Dass der ORF laut Gesetz unabhängig, objektiv und plural berichten soll, ist dabei nur noch Folklore. Realität ist: immer dieselben Gesichter, dieselben Narrative, dieselbe moralische Tonlage. Wer aussteigt, gilt als Problem. Wer nicht zahlt, als Abweichler. Wer fragt, als Staatsfeind light, einer der „ihre Demokratie“ delegitimiert! Ich scheiß’ aber auf so ein verlogenes Erpressersyndikat!

Und jetzt kommt der eigentliche Witz in ihrer Demokratie:

Der Rechtsweg ist nach einmal Aufzeigen erschöpft.

Nicht, weil er falsch war. Im Gegenteil,

sondern, weil er halt politisch unerwünscht ist. So einfach ist das.

Das System prüft sich selbst, erklärt sich selbst für korrekt und schickt dir die Rechnung. Demokratie als Inzestveranstaltung: Legislative beschließt, Exekutive kassiert, Judikative nickt – und der Bürger darf sich dabei bitte erwachsen fühlen.

Das ist kein Betriebsunfall. Das ist das scheiß Modell im besten Österreich ever.

Das beste Österreich aller Zeiten ist eines, in dem Freiheit gepredigt und Gehorsam verrechnet wird. In dem man dich zwingt, etwas zu finanzieren, das du ablehnst, und dir gleichzeitig erklärt, das sei Ausdruck deiner Mitbestimmung. Es ist „ihre“ Interpretation von Demokratie. Ich sage: ein Erpressungssyndikat einer Bananenrepublik.

Und wenn du dabei ein ungutes Gefühl hast, dann liegt das nicht an dir.

Das ist nur dein letzter Rest Realitätssinn, der noch nicht vollständig verfassungsrechtlich entsorgt wurde.


Wenn dir der Artikel gefallen hat, dir ein Schmunzeln, Kopfschütteln oder einen kleinen Nervenzusammenbruch beschert hat – genau so war’s geplant.

Falls du solchen Wahnsinn öfter möchtest, kannst du den Strafplaneten hier ganz offiziell unterstützen und nichts mehr verpassen:

👉 Abo dalassen und mitfliegen.

Zeig anderen auch diesen Irrsinn!

Tom Weber

Tom Weber – Beruf: Störenfried. Diagnose: chronisch allergisch gegen Heuchelei, Doppelmoral und staatlich geprüften Schwachsinn. Schreibt auf dem Strafplaneten über alles, was im offiziellen Irrenhaus als „normal“ gilt – und daher dringend untersucht werden muss

Post navigation

Leave a Comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert