Die aktuelle deutsche Wirtschaftssituation ohne Schönrede Gelaber.

Während Politclowns und deren Medien dauernd von irgendwas von Wirtschaftswachstum und Standortverbesserung palavern schauen wir uns die nackten Zahlen von Eurostat mal.

1. Die 0,3-Prozent-Illusion: Wie man den Stillstand zur Zukunftsstrategie verklärt

Man muss sich die Zahl auf der Zunge zergehen lassen, während im Hintergrund das nächste Werkstor geschlossen wird: 0,3 Prozent echtes Wirtschaftswachstum in sechs Jahren. Das ist keine mathematische Ungenauigkeit, das ist die makroökonomische Nulllinie. Während der Rest des Euro-Raums mit 6,6 Prozent an uns vorbeizieht, Italien 6,4 Prozent hinlegt, die USA um 15,2 Prozent davonziehen und das einst belächelte Polen mit 17,9 Prozent den Turbo einlegt, liegt die deutsche Volkswirtschaft auf der Intensivstation und feiert den Hirntod als stabile Seitenlage.

Hätte man im selben Tempo wie der Schnitt der Nachbarn gearbeitet, läge die Wirtschaftsleistung heute um rund 285 Milliarden Euro höher. Umgerechnet bedeutet das: Knapp 14.000 Euro pro vierköpfiger Familie, die einfach nicht existieren. Geld, das nie erwirtschaftet, nie besteuert und nie ausgegeben wurde. Aber wer braucht schon Wohlstand, wenn man stattdessen vorbildlich die Moral und gleichzeitig die Kreigsgeilheit im Schaufenster vor sich hertragen kann?

2. Vom Hochleistungs-Ingenieur zum Aktenstapler: Die große Transformation ins Nichts

Das Kernstück des einstigen Industriestaates zerbröselt bei lebendigem Leib. Seit 2018 hat die Industrieproduktion um fast 17 Prozent nachgegeben. Und zwar nicht in Nebenbereichen, sondern genau dort, wo das Rückgrat saß:

  • Fahrzeugbau: Minus 25 Prozent.
  • Maschinenbau: Minus 24 Prozent.
  • Chemieindustrie: Minus 19,5 Prozent.

An jedem einzelnen Arbeitstag der letzten sechs Jahre verschwinden in Deutschland völlig geräuschlos rund 340 gut bezahlte Industriearbeitsplätze. Keine Pressekonferenz, keine Lichterkette, kein Aufschrei. 500.000 Facharbeiterstellen wurden bereits entsorgt.

Dafür blüht ein anderer Sektor auf: Der Wasserkopf. Genannt Staat mit all seinem Anhängsel. Öffentliche Dienste, Bildung und Gesundheit machen inzwischen über 20 Prozent der Wertschöpfung aus und haben das verarbeitende Gewerbe eiskalt überholt. Deutschland stellt keine Autos und Maschinen mehr her, sondern Anträge auf Genehmigung von Anträgen. 

Wir verwandeln uns von einer Technologienation mit Exportweltmeister-Titel in eine riesige, überbezahlte Verwaltungsapparat!

3. Der Energie-Schock und das Märchen von den vollen Taschentüchern

Und natürlich spielt die Energie die Hauptrolle im Stück vom Niedergang. Der Industriestrompreis hat sich seit 2019 um 109 Prozent verdoppelt, Erdgas zog um 104 Prozent nach. Das Trauma liegt nicht darin, dass der Strom woanders in Europa zwingend dreimal teurer wäre – das Trauma liegt in der abrupten Entzugskur und den künstlich aufgebauten Russenhass den die links woken Spinner rund um Habeck und der grünen Sekte eingeläutet haben und bei denen die Industrie willfährig mitmachte. Eine Industrie, die über Jahrzehnte auf spottbilliger Energie aufgebaut war, knallt nach einer Verdopplung der Fixkosten unweigerlich vor die Wand. Man schoss sich also lachenden Auges die Kniescheiben weg. Bis heute.

Gleichzeitig verfettet der Staat in beängstigendem Tempo. Die Staatsquote hat bereits die 50-Prozent-Marke geknackt. Jeder zweite erwirtschaftete Euro wandert inzwischen erst einmal durch die Hände des Staatsapparats, bevor er als bürokratisches Almosen umverteilt wird. Millionen von importierten Analphabeten und Dauerstudenten inkl. ihrer Seelsorger in den Ämtern wollen gefüttert werden, um das Märchen vom Wohlstandsaat für alle aufrecht zu halten.

Und was bleibt beim wirklich arbeitenden Bürger hängen? Bei 25,9 Prozent Lohnplus seit 2019 und 25,0 Prozent Inflation bleiben am Ende sagenhafte 0,7 Prozent mehr Kaufkraft in sechs Jahren. Das reicht exakt für ein trockenes Brötchen und ein packung Kaugummi mit Süßstoff statt Zucker am Monatsende – sofern der Bäcker nicht vorher wegen der Gasrechnung zugesperrt hat.

4. Die 500-Milliarden-Finanzkosmetik: Bankrott auf Raten bei bester Bonität

Das makaberste Kapitel dieser Analyse betrifft die Staatsfinanzen. Deutschland besitzt mit einer noch Schuldenquote von nur gut 63 Prozent im Vergleich zu den USA (130 %) oder Italien (137 %) die beste Kreditwürdigkeit des Westens. Wir bekommen also Geld am Markt billiger nachgeworfen als jeder Nachbar.

Doch was macht die politische Führung mit diesem Vorteil? Sie nimmt über 500 Milliarden Euro an neuen Schulden als „Sondervermögen“ auf, verspricht der staunenden Bevölkerung die Erneuerung der Infrastruktur – und verbrennt das Geld im laufenden Haushalt. Zwischen 86 und 95 Prozent dieser astronomischen Summe wurden eiskalt zweckentfremdet, um Konsum und Umverteilung zu finanzieren. Trotz einer halben Billion Zusatzschulden sind die realen Investitionen um 6,4 Prozent gefallen. Das ist keine Wirtschaftspolitik mehr, das ist Haushaltskosmetik auf dem Niveau eines Spielsüchtigen, der sich die nächste Dosis auf Pump holt und es seinen Kindern als Anlageberatung verkauft.

5. Das stille Sterben des Mittelstands

Die Schlagzeilen melden Rekordzahlen bei den Insolvenzen – über 24.000 Pleiten im Jahr. Aber das Kuriose ist: Die Insolvenzforderungen der Gläubiger sind halbiert. Was bedeutet das im Klartext?

Es kippen wie üblich nicht die gigantischen Konzerne um, die im Zweifelsfall mit Steuergeldern und großem Medienrummel gerettet werden. Es verreckt der Mittelstand. Die kleinen Betriebe, die Zulieferer, die Handwerker mit zwanzig Angestellten. Sie verschwinden lautlos, ohne Rettungsschirm, ohne Talkshow-Auftritt und ohne Krokodils-Tränen der Politik.

Fazit: Das Freilichtmuseum für Gesinnungspolitik

Die Diagnose ist glasklar: Deutschland fehlt es nicht an Spielraum, nicht an Bonität und nicht am theoretischen Potenzial. Es leidet an einer Politik, die den Erhalt des laufenden Verwalterstaates über die Substanz der eigenen Schöpferkraft stellt. Aus dem Phönix aus der Asche wird erst dann wieder etwas, wenn der Hang zur Selbstdemontage durch eiskalte Pragmatik ersetzt wird. Bis dahin schaut der Rest der Welt amüsiert zu, wie das reichste Museum Europas seine eigene Vorlandschaft abfackelt.


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Tom Weber

Tom Weber – Beruf: Störenfried. Diagnose: chronisch allergisch gegen Heuchelei, Doppelmoral und staatlich geprüften Schwachsinn. Schreibt auf dem Strafplaneten über alles, was im offiziellen Irrenhaus als „normal“ gilt – und daher dringend untersucht werden muss

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