Neulich auf der Wiener Parlaments-Toilette beim Koksen. Ein Polit-Darsteller wischt sich die weißen Ränder von der Nase, schaut in den Spiegel und sagt statt der ewig abgedroschenen Floskel: „Wir müssen unsere Demokratie verteidigen!“, plötzlich feinsten Klartext:
„Heast Oida, bist deppad? Glaubst du, i gib freiwillig de Steuer-Knedl wieda oh? In da Privatwirtschoft müsst i jo richtig hackln – wer wü den Scheiß scho, wenn’s eh so anfoch ah geht. De deppad’n Steierzohler soin g’fölligs weiter für uns brenna… vastehst?“
Übersetzung nüchtern:
„Glaubst du im Ernst, ich gebe meine staatlich garantierten Futtertrog-Privilegien freiwillig ab? In der freien Wirtschaft müsste ich für mein Geld tatsächlich Leistung erbringen. Das ist mir viel zu anstrengend, solange mir das System ein müheloses Luxusleben auf Kosten der Allgemeinheit sichert. Das Steuergesindel hat gefälligst weiter zu schuften, um meinen mir zustehenden Standard zu finanzieren.“
Wiener Realitätskern:
Der Parlamentarier zieht sich die nächste Nase auf Kosten der Parteikasse rein, während er gedanklich schon die nächste Diätenerhöhung plant. Für ihn ist der Bürger kein Souverän, sondern ein lästiger, ungebildeter Zahlesel, der brav alle paar Jahre gefälligst für ihn ein Kreuzchen machen soll, damit das Geld weiter ungehindert aufs VIP-Konto fließt. Die Gegenleistung? Ein paar hohle Phrasen über Haltung und Werte. Dafür hat man studiert und mit Papas Netzwerk den Sprung an den ewigen Futtertrog geschafft.
Sinn & soziale Funktion:
Reine Macht-Arroganz im geschützten Bereich. Der Politiker offenbart sein tiefstes Selbstverständnis als unantastbarer Schlossherr. Er nutzt die Phrasendreschmaschine nur als Schutzschild, um das arbeitende Volk auf Abstand zu halten und die eigene Faulheit als „Musterdemokratie“ zu verkaufen.
Er signalisiert:
- Respekt vor dem Steuerzahler: Behandelt ihn wie einen Leibeigenen.
- Arbeitsethos: Würde lieber verhungern, als einmal im Leben echt zu arbeiten.
- Angst vor Jobverlust: Panisch – weil am freien Markt nicht mal als Parkplatzwächter vermittelbar.
Ü. Für Menschen mit Matura/Abitur:
„Die rhetorische Beschwörung demokratischer Schutzfunktionen dient uns primär als narrativer Schutzwall zur Absicherung unserer Monopolstellung am Steuerzahler-Fundus. Eine Reintegration in den primären Arbeitsmarkt würde uns unzumutbare Leistungsstandards abverlangen, weshalb die Alimentierung durch den Abgabenpflichtigen alternativlos bleibt.“
2026 – LinkedIn Deluxe Management Edition:
„Ein nachhaltiges Leadership-Model erfordert kompromisslose Fiscal-Ownership. Dass wir ‚Demokratie-Souveränität‘ priorisieren, sichert unser persönliches Cashflow-Ecosystem und garantiert ein risikofreies High-Revenue-Life ohne operativen Workload. #GovernanceExcellence #RevenueShield #HighPerformerLife“
2026 – Dönerbuden-Soziolekt:
„Ey Aldda, bist du behindert oder was? Glaubst du, ich gebe Asche vom Steuerschaf widda her? In echten Job, müsste ich schwärr malochen, Brudda – hab isch null Bock für! Die ganzen Kartoffel’n da draußen sollen einfach Fresse halten und weiter Kohle für mein V8 AMG Benz rüberschieben, oder glaubst du Goldkette zahlt sisch von selbst, wallah.“ 🤡
Wenn dir der Artikel gefallen hat, dir ein Schmunzeln, Kopfschütteln oder einen kleinen Nervenzusammenbruch beschert hat – genau so war’s geplant.
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